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Zahl der Asylbewerber aus der Türkei steigt

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BORDER CONTROL GERMANY
Kontrollen an der deutschen Grenze (Symbolbild) | Dominic Ebenbichler / Reuters
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  • Immer mehr türkische Staatsbürger stellen Asylanträge in Deutschland
  • In den ersten 6 Monaten dieses Jahres waren es so viele Anträge wie im gesamten Jahr 2015
  • Grund ist die unsichere politische Lage

Angesichts wachsender Spannungen in ihrer Heimat stellen nach einem Zeitungsbericht offensichtlich immer mehr Türken einen Asylantrag in Deutschland.

Im ersten Halbjahr sei die Zahl fast schon so hoch wie 2015 insgesamt, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf Anfrage des "Tagesspiegels" mit.

Demnach registrierte die Behörde von Januar bis Juni 1719 Anträge von Türken, im vergangenen Jahr waren es 1767. Wie sich die Lage seit dem Putschversuch im Juli entwickelt, kann das BAMF noch nicht sagen.

Meisten Asylbewerber sind Kurden

Die meisten Asylbewerber kämen aus den Kurdengebieten der Türkei. Von den 1719 Antragstellern in den ersten sechs Monaten seien 1510 kurdischer Herkunft, sagte das BAMF. Im Jahr zuvor waren unter den 1767 türkischen Asylbewerbern 1428 Kurden. Viele kurdische Flüchtlinge aus der Türkei kämen wegen der Kämpfe in ihrer Heimat, hieß es im Bundesamt.

Trotz der dramatischen Situation im Südosten der Türkei sei die Anerkennungsquote bei Asylanträgen deutlich gesunken. Laut BAMF wurden im ersten Halbjahr 5,2 Prozent der Anträge kurdischer Türken positiv beschieden.

Bei Flüchtlingen aus der Türkei insgesamt waren es 6,7 Prozent. Im vergangenen Jahr habe die Anerkennungsquote jedoch bei allen türkischen Flüchtlingen wie auch bei denen kurdischer Herkunft jeweils 14,7 Prozent betragen, sagte das BAMF.

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(sk)