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Amokläufer von München soll mit Vater Schießübungen gemacht haben

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Polizei in München am OEZ | Arnd Wiegmann / Reuters
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  • Der Amokschütze von München soll vor einem Jahr reale Schießübungen gemacht haben
  • Die Staatsanwaltschaft will die Information derzeit nicht bestätigen

Der Amokläufer von München, Ali David S., hat offenbar erst im vergangenen Jahr mit seinem Vater Schießübungen gemacht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Ali David S. hatte am Freitag vor zwei Wochen beim Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen ermordet und sich später selbst erschossen. Er soll zu diesem Zeitpunkt noch 300 Schuss Munition bei sich gehabt haben.

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Schießen fand angeblich im Iran statt

Laut "Focus"-Informationen fand das Waffentraining im Dezember 2015 während eines Iran-Urlaubes statt. Damals war Ali David S. noch minderjährig.

Bislang war nur bekannt gewesen, dass der Junge viele Ego-Shooter wie „Counter Strike“ gespielt und so virtuell an der Waffe trainiert hatte. Außerdem war er offenbar nach Winnenden gefahren, um sich dort den Tatort des Amoklaufs anzusehen. Außerdem orientierte er sich wohl am norwegischen Amokläufer Anders Behring Breivik.

Auf Facebook behauptete nach dem Amoklauf ein junger Mann, der sich als ehemaliger enger Freund Ali Davids bezeichnete, Ali David habe so oft gesagt, dass er andere umbringen wolle, dass er es nicht mehr ernst nahm. Er habe jedoch dessen Vater informiert.

Der Junge war vergangenes Jahr in der Psychiatrie wegen Depressionen, Angststörungen und sozialer Phobien behandelt worden.

Die Staatsanwaltschaft München sagte auf Focus-Anfrage, sie könne „zu diesem Aspekt auf Grund der andauernden Ermittlungen derzeit keine Stellung nehmen“.

So reagierte der Vater des Amokläufers, als er seinen Sohn erkannte