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Was ein Restaurant-Chef von ihrer Mutter verlangt, lässt eine 4-Jährige ausrasten

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Jeder Restaurant-Besuch ist für die junge Mutter Laura Keating und ihre Familie ein Spießrutenlauf. Nicht wegen quengelnder Kinder, wie man denken könnte, sondern wegen Keatings Krankheit. Sie leidet an Gastroparese (Magenlähmung).

Das bedeutet, dass die junge Frau nichts essen kann und künstlich ernährt wird - sie muss von einer Krankenpflegerin versorgt werden, unzählige Arztbesuche absolvieren. Wenn sie doch einmal etwas isst, wird sie schwer krank und leidet an starken Schmerzen. Manchmal kann Keating tagelang das Bett nicht verlassen.

Ein Restaurant-Besuch mit Gastroparese ist ein Spießrutenlauf

All das bekommen ihre beiden kleinen Töchter Madison und Cali mit - und haben Angst um ihre Mutter. Umso mehr freuen sie sich, wenn sie einmal einen Ausflug mit der ganzen Familie machen können. Dabei gingen sie auch in ein Restaurant, wie ihre Mutter auf der Online-Plattform "The Mighty" erzählt.

Für die Erwachsenen ist ein Restaurantbesuch immer eine peinliche Angelegenheit: Keating kann nichts bestellen. Soll sie die Kellnerin gleich mit ihrer Diagnose belästigen, oder es lieber lassen? Sie entschied sich, der Bedienung einfach mitzuteilen, dass sie nichts essen würde. Die holte daraufhin den Restaurant-Manager, da ein solches Verhalten in dem Restaurant unerwünscht sei.

Die vierjährige Tochter wies den Restaurant-Manager zurecht

Der Manager erklärte der Mutter, sie solle ein Gericht zahlen, ob sie nun etwas essen wolle oder nicht. Er sagte laut Keating: "Egal, ob Sie es essen oder nicht - ich werde Ihnen ein Kindergericht extra berechnen."

Keating wusste nicht, was sie antworten sollte, als plötzlich ihre vierjährige Tochter mit lauter Stimme zu dem Manager sagte:

"Ich denke nicht, dass Sie das verstehen. Meine Mutter hat Gastroparese. Sie kann nicht essen oder trinken, weil es sie krank macht. Sie hat eine Öffnung unter ihrem Shirt und da geht das TPN rein. TPN ist künstliche Ernährung, es ist ihr Essen. Wenn sie etwas isst, dann muss sie wieder ins Krankenhaus. Ich will nicht, dass so etwas passiert."

Der Manager war sprachlos und wagte es nicht mehr, der Familie in die Augen zu sehen oder der Mutter zusätzliche Kosten zu berechnen. Keating und ihr Ehemann waren unglaublich stolz auf ihre kleine Tochter, die einen erwachsenen Mann in die Schranken gewiesen hatte, um ihre Mutter zu beschützen.

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(glm)