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Eine Mutter sah diese Nachricht auf dem Smartphone ihrer Tochter - und rief sofort die Polizei

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Eine Mutter sah diese Nachricht auf dem Smartphone ihrer Tochter - und rief sofort die Polizei | Farhad J Parsa via Getty Images
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Viele Eltern würden es wohl gerne ab und zu tun. Sie sehen, wie ihre Kinder ständig an ihren Smartphones hängen, Nachrichten schreiben, Bilder hochladen. Und fragen sich vermutlich oft, mit wem ihre Kinder da Kontakt halten. Ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Und würden dann gerne mal einen Blick auf das Smartphone werfen und checken, ob alles in Ordnung ist.

Kinder und Smartphones

Manche Eltern machen das auch regelmäßig, sehr zum Leidwesen ihrer Kinder. Auf der Plattform "Quora" fragte daher ein Teenager vor ein paar Wochen: "Meine Eltern schauen öfter in mein Telefon. Ich fühle mich dadurch in meiner Privatsphäre eingeschränkt. Dürfen sie das überhaupt?

Lara Estep, eine mehrfache Mutter, schrieb daraufhin in einem langen Post, was sie von dieser Kontrolle hält.

Denn sie hatte einmal die Nachrichten auf dem Handy ihrer Tochter gecheckt. Und sich dabei so erschreckt, dass sie hinterher froh war, es getan zu haben.

Die Tochter hatte neue Freunde

Die Familie war in eine neue Gegend gezogen, Estep konnte daher die neuen Freunde ihrer Tochter noch nicht gut. Auch deren Familien kannte sie nicht, wusste nicht, in welchem Umfeld sich ihre Tochter bewegte.

"Nach ein paar Monaten hatte ich das Gefühl, dass mit meiner Tochter und ihren Freunden irgendwas nicht stimmte", schreibt Estep, "aber ich konnte nicht genau sagen, was es war."

Eines Tages, obwohl sie sich eigentlich vorgenommen hatte, das Smartphone ihrer Tochter nicht anzurühren, bekam sie es doch in die Hände und konnte einige Facebook-Nachrichten lesen. Die Nachrichten waren von dem Vater einer der Klassenkameraden ihrer Tochter.

Ein älterer Mann hatte ihr geschrieben

"In den Nachrichten hieß es, ich sei zu streng. Dass meine Tochter bei dem Mann übernachten solle, und er für sie lügen würde. Er schrieb ihr, er würde ihr Süßigkeiten bringen, McDonald's, und das sie sich einfach aus dem Haus stehlen und ihn am Ende der Straße treffen solle."

"Ich konnte mich gerade noch beherrschen, direkt zu ihm zu fahren und das zu tun, was jede Mutter in so einer Situation mit jemandem tun würde, der die Sicherheit des eigenen Kindes in Gefahr bringt."

Estep war so besorgt, dass sie die Polizei rief und ein Treffen mit dem Schulleiter vereinbarte. Der Schulleiter zeigte sich ebenfalls völlig geschockt, doch die Polizei konnte nicht handeln. Es war ja nichts passiert.

Die Tochter musste sich neue Freunde suchen

Überraschend für Estep waren allerdings die anderen Eltern an der Schule, denn die schienen nicht sonderlich besorgt wegen der Nachrichten. So entschied sich Estep, ihrer Tochter den Umgang mit den Kindern dieser Eltern zu verbieten.

Es dauerte Monate, bis Esteps Tochter wieder mit ihrer Mutter sprach. Doch nach einer Weile legte sich die Aufregung und sie stellte sicher, dass sie die Freunde und vor allem die Familien der Freunde ihrer Tochter kennenlernte.

War es also richtig, das Handy ihrer Tochter zu checken? "Ich werde es nie bereuen", schreibt sie, "aber ich sage nicht, dass Eltern es einfach so machen sollten. Doch manchmal müssen wir Eltern einfach unseren Instinkten vertrauen und uns über solche Überlegungen hinwegsetzen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich die Nachrichten nicht gelesen hätte."

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(Juk)