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Messerattacke mit einer Toten in London - Polizei spricht von "spontanem Angriff"

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LONDON MESSERATTACKE
In London ereignete sich am späten Mittwochabend eine Messerattacke | dpa
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  • Ein junger Mann hat in London eine Frau mit einem Messer getötet und mehrere Menschen verletzt
  • Die Behörden gehen momentan davon aus, dass eine psychische Erkrankung des Täters der Tat zugrunde liegt
  • Auf eine Radikalisierung des Manns deute bisher nichts hin, so die Polizei

Bei einer Messerattacke im englischen London ist eine Frau getötet worden. Bei der Getöteten soll es sich um eine circa 60-jährige Amerikanerin handeln, teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Fünf weitere Menschen wurden verletzt. Die Verletzten, die aus Großbritannien, den USA, Australien und Isreal stammen, werden laut Polizei in einem Londoner Krankenhaus behandelt. Keiner der Verletzten schwebt in Lebensgefahr.

Wie die Polizeibehörde Scotland Yard mitteilte, erfolgte der Angriff am späten Mittwochabend am Russell Square nahe des Britischen Museums. Demnach berichteten Anrufer der Polizei gegen 22.30 Uhr von einem Mann, der mit einem Messer auf Menschen einstach.

Kurze Zeit später konnte der mutmaßliche Angreifer unter Einsatz eines Elektroschockers von den Beamten überwältigt und festgenommen werden.

"Spontanter Angriff" auf zufällige Opfer

Bei dem Täter handelt sich um einen 19-jährigen Norweger mit somalischen Wurzeln, sagte der leitende Ermittler Mark Rowley, am Donnerstagvormittag in London.

Beim Verdächtigen konnte ein terroristisches Motiv zunächst nicht ausgeschlossen werden. Es seien keine Beweise gefunden worden, dass er "auf irgendeine Art von Terrorismus motiviert" sei, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Erste Indizien sprachen aber dafür, dass die "psychische Gesundheit" des Mannes ein erheblicher Faktor in diesem Fall sei, sagte ein Polizeisprecher am frühen Donnerstagmorgen.

Laut aktuellem Ermittlungsstand handelte es sich wohl um einen "spontanen Angriff". Die Opfer seien laut aktuellem Ermittlungsstand zufällig ausgewählt worden, so Rowley.

Erst am Mittwoch hatte Scotland Yard bekannt gegeben, dass angesichts der Terrorgefahr verstärkt bewaffnete Polizeikräfte in der Stadt eingesetzt werden. Britische Polizisten sind in der Regel nicht mit Schusswaffen ausgestattet.

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(sk)