Huffpost Germany

Brisanter Verdacht: War Donald Trumps Ehefrau illegale Einwanderin?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Laut Recherchen der Nachrichtenseite "Politico" könnte Melania Trump einst illegal in den USA gearbeitet haben
  • Die Seite zeigt Widersprüche in der Immigrationsgeschichte der Ehefrau des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf
  • Donald Trump hatte den Kampf gegen illegale Einwanderung zum Kern seiner Kampagne gemacht
  • Die Vorgeschichte um die aufsehenerregenden Nacktbilder seht ihr im Video oben

Der rigorose Kampf gegen illegale Einwanderung ist ein essentieller Teil der Kampagne des umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsanwärters Donald Trump.

Recherchen der amerikanischen Nachrichtenseite "Politico" offenbaren nun: Ausgerechnet der Mann, der wie kein anderer gegen illegale Einwanderung wettert, ist mit einer Frau verheiratet, die möglicherweise einst selbst illegal in die USA kam.

In einem ausführlichen Artikel legen die Journalisten Ben Schreckinger und Gabriel Debendetti Widersprüche und Lücken im Lebenslauf der potenziellen nächsten First Lady der USA dar.

Arbeitete Melania Trump in den USA ohne Arbeitserlaubnis?

Dabei geht es vor allem um die Frage wann und mit welchem Visum Melania Trump, die aus Slowenien stammt und seit 2006 amerikanische Staatsbürgerin ist, das erste Mal in den USA arbeitete.

In einem Interview für das amerikanische Lifestyle-Magazin "Harpers Bazaar" im Januar 2016 versicherte Trump noch, jederzeit die Einwanderungsregeln befolgt zu haben. "Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, mich hier ohne Papiere aufzuhalten", sagte Trump.

"Man muss sich an die Regeln halten. Man muss sich an die Vorschriften halten. Alle paar Monate bin ich nach Europa zurückgeflogen um mein Visum abstempeln zu lassen. Nach ein paar Visas, habe ich mich für eine Green Card beworben und diese dann 2001 bekommen".

Trumps Geschichte geht nicht auf

Doch genau das wirft in den Augen der Journalisten Fragen auf – laut ihren Recherchen beschreibt Trump hierbei nämlich ein sogenanntes "Short Term Visum", das es ihr nicht erlaubt hätte vor 2001 in den USA zu arbeiten.

Kürzlich veröffentlichte Nacktbilder der potenziellen nächsten First Lady zeigen allerdings: Trump arbeitete bereits 1995 als Model in den USA – laut eigener Aussage mit dem Arbeitsvisum H-1B.

Das Problem: Laut Visa-Experten des "Politico" wäre dieses Visum drei Jahre gültig gewesen – und hätte auf bis zu sechs Jahre verlängert werden können. Das ständige Hin- und herreisen, wie es Trump im "Harpers Bazaar"-Interview beschrieben hatte, wäre hierfür also gar nicht nötig gewesen.

"Das wäre klarer Visums-Betrug"

Das Fazit der Experten: Falls Trump in den Neunzigern tatsächlich mit einem "Short Term"-Visum gearbeitet hätte - eine Praxis, die laut "Politico" zu dieser Zeit in Modelkreisen durchaus üblich war- wäre dies klarer "Visa-Betrug".

Falls sich dieser Verdacht bestätigen sollte, könnte das fatale Folgen für Trump haben. Trotz der Ehe mit Donald Trump könnte seiner Frau unter Umständen gar die amerikanische Staatsbürgerschaft entzogen werden - so die Visa-Experten der Nachrichtenseite.

Melania Trump meldete sich bereits kurz nach Veröffentlichung des "Politico-"Artikels auf Twitter zu den Vorwürfen. In einem Statement versicherte sie abermals, sich zu "jedem Zeitpunkt an die Immigrations-Vorschriften" gehalten zu haben, entkräftete die Widersprüche in ihren eigenen Aussagen allerdings nicht.

Ein erfundener Uni-Abschluss und eine gestohlene Rede nagen an Trumps Glaubwürdigkeit

Erst diese Woche sorgte ein Enthüllungsartikel des amerikanischen Magazins "New Yorker" für Aufregung, der zeigte, dass Trump einen Universitätsabschluss erfunden hatte.

Vor wenigen Wochen zog Trump zudem Aufmerksamkeit auf sich, als sie in ihrer ersten großen Rede während des republikanischen Parteitags Teile einer Rede der amtierenden First Lady Michelle Obama kopierte.

Wenn dies auch nicht der erste Skandal um die Ehefrau des republikanischen Präsidentschaftskandidaten ist - dieser könnte Donald Trump hart treffen. Der republikanische Kandidat hat den Kampf gegen illegale Einwanderung zum Herzstück seiner Präsidentschaftskampagne gemacht.

Er hatte in der Vergangenheit sogar damit gedroht, alle illegal eingereisten Personen - laut Schätzungen wären dies circa 11 Millionen Menschen - des Landes zu verweisen, falls er Präsident würde.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

Aggressiver Kandidat: Donald Trump verspricht: Als Präsident schicke ich alle Flüchtlinge wieder nach Hause

(lp)