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Papst hält Geldgier für die Ursache des Terrorismus

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POPE FRANCIS
Papst Franziskus macht den Kapitalismus für den Terror verantwortlich. | Stefano Rellandini / Reuters
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  • Papst Franziskus macht die Weltwirtschaft für den Terror verantwortlich
  • Die "Vergötterung des Geldes" sei Terror gegen die Menschlichkeit
  • Besonders die Reichen sieht der Papst in der Schuld

Papst Franziskus hat auf einem Flug von Warschau nach Rom erklärt, was er für die Wurzel des Terrors hält: die Weltwirtschaft. Das berichtet der Sender "CNN".

Er kritisierte, dass die Gier nach dem großen Geld religiöse und familiäre Werte verdrängt habe. Dadurch sei dem Terrorismus der Weg geebnet worden.

Franziskus bezog sich auf die Terroranschläge in diesem Jahr, darunter die Ermordung eines katholischen Priesters in der Normandie. Er sagte, dass "die Welt im Krieg" sei – aber es sei kein Krieg der Religionen.

"Gott des Geldes" steht im Mittelpunkt

"Terrorismus wächst, wenn es keine Perspektive gibt. Wenn in der Mitte der Gesellschaft der 'Gott des Geldes' und nicht der Mensch, der Partner und die Familie stehen."

Ersetze Geld die "Herrlichkeit der Schöpfung", sei dies Terror gegen die Menschlichkeit.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche verurteilte explizit die Strukturen des Neo-Kapitalismus. Dieses System degradiere den Menschen "ausnutzbarem Material".

Die Vergötterung des Geldes mache die Menschen blind dafür, sündige Strukturen zu erkennen. Reiche Menschen würden sich um das Schicksal der Armen nicht mehr ausreichend sorgen: "Sie schließen ihre Türen und weigern sich, das Elend überhaupt zu sehen."

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(sk)