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11 Dinge, die kreative Menschen anders machen

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KREATIVE MENSCHEN
Kreativität kann erlernt werden | iStock
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Wir blicken oft neidvoll auf unsere kreativen Mitmenschen, wenn sie scheinbar mühelos mit innovativen Ideen um sich werfen, mit ihrer Fantasie inspirieren und ihr Ideenreichtum alle mitreißen. Doch es gibt einige Geheimnisse, die kreative Menschen teilen und die wir euch nicht vorenthalten wollen. Denn Experten sind davon überzeugt, dass Kreativität auch erlernt werden kann.

Hier sind 11 Dinge, die ihr euch von kreativen Menschen abgucken könnt:

1. Sie sehen jeden Tag als eine neue Reise

Kreative Menschen sind wie Reisende. Sie beobachten ihre Umgebung sehr genau – als würden sie sie zum ersten Mal sehen. Sie bemerken Veränderungen, sie lassen sich von ihren Mitmenschen inspirieren. Diese Offenheit ist ein wichtiges Anzeichen für Kreativität.

"Das hat viele Facetten, aber sie stehen alle in Beziehung zueinander: Intellektuelle Neugierde, Suche nach Nervenkitzel, Offenheit gegenüber Emotionen und Fantasie. Dadurch, dass diese Facetten durch neue Erfahrungen zusammengebracht werden, entsteht eine kognitive und verhaltenstechnische Explosion deiner inneren und äußeren Welt", erklärt Scott Barry Kaufman, Psychologe an der New York Universität.

2. Sie fluchen gern

Fluchen weckt Emotionen und aktiviert Bereiche im Gehirn, die schon für unsere Vorfahren in der Steinzeit wichtig waren. "Fluchen aktiviert unser Gehirn in seiner gesamten Ausdehnung - links und rechts, oben und unten" schreibt Bestseller-Autor Steven Pinker in seinem Buch "Der Stoff aus dem das Denken ist". Also ideale Voraussetzungen für den nächsten originellen Einfall.

3. Sie sehen Schönheit, wo sie andere nicht vermuten

Künstler und Kreative umgeben sich nicht nur gerne mit Schönheit, sie entdecken auch die Ästhetik in unscheinbaren Dingen. Sie blicken über den Tellerrand und wissen, dass nicht nur das Offensichtliche wie imposante Landschaften, ebenmäßige Gesichtszüge oder Sonnenuntergänge schön sein können. Oft liegt die Schönheit des Unscheinbaren im Detail, wenn du deinen Blick dafür schärfst, wird sich dir mit der neuen Perspektive eine neue Welt eröffnen.

4. Sie verwandeln Schmerz in etwas Positives

Die besten Lieder, Gedichte und Geschichten sind vermutlich aus einem gebrochenen Herzen entstanden, denn kreative Menschen besitzen die Fähigkeit, aus einer Krise das Beste zu machen. Wo andere verzweifeln, setzen sie eine kreative Kraft frei, um die sie viele beneiden.

"Posttraumatisches Wachstum" heißt ein relativ neues Feld der Psychologie, das diesen Zusammenhang erforscht. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Traumata Menschen dabei helfen können, zu wachsen: Betroffene nehmen zwischenmenschliche Beziehungen besser wahr, sind spiritueller, zeigen mehr Wertschätzung für das Leben, haben mehr persönliche Stärke und erkennen neue Möglichkeiten, die sich in ihrem Leben ergeben, einfacher.

5. Sie sind Tagträumer

Wenn man der Psychologin Rebecca L. McMillian, Ko-Autorin des Aufsatzes "Ode an das konstruktive Tagträumen", glauben schenkt, dann können abschweifende Gedanken den Prozess der "kreativen Inkubation" fördern: Ideen können leichter entstehen. Viele von uns werden bestätigen können, dass die besten Gedanken meistens wie aus dem Nichts kommen, wenn wir mit unserem Geist eigentlich ganz wo anders sind.

Tagträumerei ist also auf keinen Fall sinnlos, auch wenn uns unsere Lehrer immer etwas anderes gepredigt haben. Eine Studie aus dem Jahr 2012 zeigt sogar, dass sie eine große Intelligenz voraussetzt. Tagträumen festigt im Gehirn Verbindungen und fördert Erkenntnisse. Neurowissenschaftler haben inzwischen herausgefunden, dass Tagträumerei die gleichen Vorgänge im Gehirn auslöst wie Vorstellungsvermögen und Kreativität.

6. Sie treffen die Entscheidung, kreativ zu sein

Kreativität ist angeboren? Von wegen! Ganz oft ist es reine Willenssache. "Kreativität folgt selten dem Weg des geringsten Widerstandes. Du musst dich bewusst für sie entscheiden", schreiben die HuffPost-Blogger Tom Kelley und David Kelley, Autoren des Buches "Kreativität und Selbstvertrauen".

Also traut euch, auch wenn du erst einmal im Kleinen startest. Such dir ein originelles Hobby, wenn du nicht gleich im Beruf kreativ durchstarten willst.

7. Sie sind gern allein

Künstler sind oft Alleingänger. Vielleicht auch, weil Einsamkeit der Schlüssel zu Produktivität sein kann. "Wenn man offen sein will für Kreativität, muss man wissen, wie man die Einsamkeit konstruktiv nutzt. Man muss die Angst vor dem Alleinsein überwinden", schreibt der amerikanische Psychologe Rollo May.

8. Sie gehen Risiken ein

Nur wer etwas riskiert, kann Grenzen überschreiten und seine gesamte Kreativität freisetzen. Wer immer in gewohnten, sicheren Bahnen denkt, wird nie das Potential seiner Produktivität entdecken können.

"Es gibt eine starke und wichtige Verbindung zwischen Risiken und Kreativität", schreibt auch Steven Kotler vom "Forbes"-Magazin. "Kreativität ist der Akt, aus dem Nichts etwas zu kreieren. Das ist nichts für Furchtsame. Zeitverschwendung, Rufbeschädigung, falsche Geldanlagen: Das sind alles Nebenprodukte von Kreativität, wenn es schief gelaufen ist."

9. Sie sind unordentlich

Unordentlichen Menschen gelingt es besser, kreative und originelle Ideen zu entwickeln, als ihren ordentlichen Zeitgenossen - da ist sich Eric Abrahamson, Professor für Business Management an der New York University, sicher.

"Kreativität wird angeregt, wenn wir Dinge aus unterschiedlichen Kategorien zusammenbringen. Wenn man Unordnung in ein System bringt, kann es neue Kombinationen geben."

10. Sie arbeiten zu der Tageszeit, die gut für sie ist

Viele große Künstler arbeiten in den frühen Morgenstunden oder spätabends am effektivsten. So soll "Lolita"-Autor Vladimir Nabokov sofort nach dem Aufstehen um 6 Uhr mit dem Schreiben begonnen haben und Frank Lloyd Wright stand immer gegen 3 Uhr morgens auf, arbeitete mehrere Stunden und ging dann wieder ins Bett. Egal wie deine innere Uhr tickt - sehr kreative Menschen organisieren ihren Tag immer um ihre effektivste Arbeitszeit herum.

11. Sie machen Fehler

Selbst bei den kreativsten Mitmenschen läuft nicht immer alles glatt. Auch wenn es so aussehen mag, also würden ihnen Erfolg und Originalität einfach zufliegen, stecken doch meist viel Arbeit und auch einige Fehlschläge hinter ihren Erfolgen.

Ausdauer ist eine Voraussetzung für kreativen Erfolg. Kreativ arbeiten ist oft ein Prozess von Versuch und Irrtum. Und die Kreativen lernen schnell, dass sie Fehler nicht persönlich nehmen dürfen.

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