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Flüchtlinge sollen "ersaufen": AfD Kreisverband sorgt mit Hetz-Post für Empörung

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Es war eigentlich nur eine harmlose Meldung in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": Die Stadtverwaltung von Barcelona hatte beschlossen, eine elektronische Anzeigetafel für die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge zu errichten.

Doch den Kreisverband der AfD aus Rottweil/Tuttlingen in Baden-Württemberg veranlasste diese Nachricht zu einem beispiellosen Hetz-Post. Bereits am 29. Juli fand sich auf der Facebook-Seite des Verbandes folgender Beitrag:

afd

(Credit: Screenhot/Facebook)

"Frontex sofort beenden. Je mehr afrikanische Migranten ersaufen, desto eher begreifen sie, dass es sich nicht lohnt, nach Europa aufzubrechen. Sollen sie ihren Staat 'säubern', bis auch sie ein 'normales Leben' führen können.

Die frz. Revolution hat es vorgemacht. Spanien übrigens macht es vor, wie man Bootsfahrten verhindert. Nur unsere autistische Kanzlerin weiß nicht, wie das geht."

Auch wenn die Kommunalpolitiker ihren Post mittlerweile wieder gelöscht haben, lässt sich die menschenverachtende Ideologie in Teilen der Partei nicht kaschieren. Diese trat zuletzt immer häufiger an die Oberfläche.

"Eine Partei der Gewalt"

Auf Facebook sorgte der der Post für Empörung. Auch der Hamburger Bestsellerautor Kapitän Schwandt griff den Beitrag auf seiner Facebook-Seite auf. Er schrieb:

"Ich hatte erst überlegt, vom Parteivorstand eine Stellungnahme bzw. Distanzierung einzufordern. Doch das bringt nix. "Maus ausgerutscht", "Praktikant" - die Ausreden kennen wir. Was sich immer mehr zeigt, ist der rassistische Kern dieser "Alternative". Die AfD ist eine Partei der Gewalt."

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