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So genial werden in Wien unbebaute Gelände genutzt

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URBANER HONIG
Die Wiener Bienen sollen über 100 Kilo Honig liefern | Screenshot/ Youtube
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Wie können Städte unbebauten Raum in urbanen Zentren effektiv und ökologisch nachhaltig nutzen? Die Wiener finden kreative Antworten auf diese Frage.

Auf einem Kraftwerksgelände des Energieunternehmens "Wien Energie" steht bereits seit 2013 ein Solarkraftwerk - auf einer Fläche in der Größe von zwei Fußballfeldern.

Seit diesem Sommer wird der Raum nun doppelt genutzt. Neben den rund 4000 Solarpaneelen haben seit Juli über eine Million Bienen hier eine neue Heimat gefunden.

Artenvielfalt auf dem Feld des Solarkraftwerks

"Wir haben damit begonnen, auf diesem Gelände zu prüfen, wie sich erneuerbarere Energie auf einer Freifläche auf die Biodiversität auswirkt", erklärt Gudrun Senk, Bereichsleiterin für Regenerative Erzeugung bei Wien Energie im Interview mit der österreichischen Zeitung "Der Standard".

Ihr Ergebnis: In der wild wachsenden Wiese um die Solarpaneelen sei eine unglaubliche Artenvielfalt aufgefallen. "Dann haben wir uns gefragt: Warum gehen wir nicht einen Schritt weiter und versuchen uns an einer Kooperation mit Bienen?"

Biohonig aus der Großstadt

Wie in Deutschland war die Bienenbevölkerung in Österreich in den letzten Jahren stark zurückgegangen - unter anderem wegen dem verstärkten Einsatz von Pestiziden.

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In mehr als zehn Bienenstöcken finden nun über eine Million Bienen eine neue Heimat in der österreichischen Großstadt - umgeben von Solarpaneelen.

Doch was kann der urbane Honig? Laut dem Bericht des "Standards" ist der Honig vom Solarkraftwerk nicht nur biozertifiziert, sondern hat sogar eine Qualität vergleichbar mit der eines Honigs aus dem Hochgebirge.

150 Kilo kostenloser Honig für die Wiener

Der Grund: Auf den Grünflächen der Großstadt wird - anders als in vielen ländlichen Regionen - komplett auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet.

Zudem werden die Bienen in Holzkästen gehalten, damit sie "möglichst nahe mit den natürlichen Bedingungen in Kontakt sind", erklärt Stadtimker Felix Munk im Zeitungsinterview - eine Bedingung dafür, dass der Honig später das Biozertifikat erhalten darf.

Rund 100 bis 150 Kilo Honig sollen die Tierchen laut Munk liefern. Dieser soll an die Wiener verschenkt werden.

Und auch von den Solarpaneelen profitieren die Großstädter. Diese versorgen laut der Website der Bürgerinitiative jedes Jahr rund 400 Haushalte mit Strom.

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(cho)