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Menschen, die den Wecker immer auf "Schlummern" stellen, sind kreativer

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SCHKUMMERN KREATIV
Langschläferin | iStock
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Du kannst dir kein schlimmeres Geräusch als das Klingeln deines Weckers am Morgen vorstellen. Das schrille Piepen reißt dich regelmäßig aus dem Tiefschlaf. Kann die Nacht wirklich schon vorbei sein?

An Aufstehen ist gar nicht zu denken. Deshalb drückst du einfach auf "Schlummern" und verschiebst den Start in den Tag noch mal um neun herrliche Minuten. Und noch mal neun Minuten. Und noch mal.

Langschläfer sind kreativer

Menschen, die nicht ohne die Schlummer-Funktion ihres Weckers leben können, besitzen Untersuchungen zufolge ein hohes Maß an Kreativität.

Das lässt sich durch zwei Beobachtungen bestätigen: Kreative Menschen gehen später schlafen und stehen (wenn möglich) entsprechend später auf.

Und weil sie später schlafen und aufstehen, widersetzen sie sich der Norm - was aus Sicht der Evolution ebenfalls ein Merkmal für ein höheres Maß an Kreativität ist.

Wer spät schlafen geht, hat einen unkonventionellen Geist

Forscher der Catholic University of the Sacred Heart in Mailand haben in einer Studie herausgefunden, dass Nachtmenschen eher als Morgenmenschen in der Lage sind, kreative und originelle Lösungen für Probleme zu entwickeln.

Marina Giampietro, Hauptautorin der Studie hat dazu eine interessante Theorie:

Nachtschwärmer können kreativer sein, weil langes Aufbleiben “die Entwicklung eines unkonventionellen Geistes und die Fähigkeit, originelle Lösungen zu finden fördern kann”.

Einfach ausgedrückt: Wer sich der Norm widersetzt, bringt die Menschheit voran.

Auffällig viele Künstler sind bekennende Nachteulen

Und das konnten wir in den letzten Jahrzehnten unserer Geschichte sogar sehr gut beobachten.

Denn auffällig viele Künstler und Denker sind bekennende Nachteulen. Dazu gehören Bob Dylan, Franz Kafka, Keith Richards, Winston Churchill, Charles Darwin, Barack Obama, Marcel Proust und Elvis Presley - um nur ein paar zu nennen.

Jim Horne von der Loughborough University sagte dem Online-Magazin "Independent": "Abendmenschen sind tendenziell von der kreativeren, extrovertierten Art, die Poeten, Künstler und Erfinder, während die Morgenmenschen die Ausführenden sind, wie man oft bei Beamten und Verwaltern sieht."

Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal auf "Schlummern" drückt und euch genüsslich noch mal umdreht.

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(lp)