Huffpost Germany

Niemand soll hören, was Braut und Bräutigam sich während der Trauung sagen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
THOMAS STEWART PHOTOGRAPHY
Die Gäste sollen sich während der Trauung die Ohren zu halten. | Thomas Stewart Photography
Drucken

Abbey und Mitch Johnston heirateten beschaulich in Coffs Harbour, einer Küstenstadt im australischen Bundesstaat New South Wales. Vor 17 Gästen gaben sie sich am Sapphire Beach das Ja-Wort und verlangten dabei etwas Außergewöhnliches von allen Beteiligten: Jeder sollte sich während des entscheidenden Moments die Ohren zu halten.

Als die zukünftige Braut ihrem Mann vor der Trauung von der Idee erzählte, musste er fast weinen vor Lachen: "Dann sagte er: 'Ja, wir müssen das unbedingt machen. Du bist verrückt und ich liebe das'", sagte Johnston der Nachrichtenseite "South Coast Register".

Das Ehepaar entschloss sich zu der ungewöhnliche Aktion, um ein Zeichen zu setzen: In Australien ist die Ehe ausschließlich zwischen Frau und Mann gesetzlich geregelt - die Gelübde des Paares müssen die Worte Ehemann und Ehefrau enthalten. Dagegen wollten die Johnstons protestieren.

"Wir haben das getan, weil wir genug davon haben. Genug von der Trennung und der Ungleichheit von Lesben-, Schwulen, Bisexuellen- und Transgendergemeinschaften", sagte die Frau.

Ein symbolischer Protest gegen Ungleichheit

Zwar musste das Paar vor der Trauung sicherstellen, dass das Ja-Wort trotz zugehaltener Ohren rechtskräftig ist, doch der Protest hat einen starken symbolischen Charakter.

Als der Fotograf Thomas Stewart Bilder von der ungewöhnlichen Trauung auf seinem Facebook-Account teilte, reagierte die Netzgemeinde mit Zustimmung: "Als ich das sah, habe ich geweint… so etwas Einmaliges… viel Glück für eure Zukunft…"

Auch Stewart war von der ungewöhnlichen Zeremonie begeistert: "Es war so symbolisch. Die Gäste konnten zwar auch mit zugehaltenen Ohren die Worte hören, aber es war ein schöner Protest für die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen."

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

Als die Frau das Foto anschaut, merkt sie, dass ihr Kleid doch zu kurz war

(glm)