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Türkischer Wirtschaftsminister: "Putschisten werden wie die Ratten sterben"

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Knapp zwei Wochen nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei droht der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi mit harten Strafen für die Putschisten.
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  • Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi soll Putschisten mit dem Tod gedroht haben
  • "Sie werden sterben wie Kanalratten", zitiert ein türkischer Journalist den Politiker
  • In der Nacht zum Montag waren neun vermeintliche Putschisten festgenommen worden

Knapp zwei Wochen nach dem versuchten Militärputsch in der Türkei droht der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi mit harten Strafen für die Putschisten.

"Sie werden in zwei Quadratmeter großen Löchern sterben wie Kanalratten", zitiert der türkische Journalist Yavuz Baydar den türkischen Außenminister in einem aktuellen Gastbeitrag für die deutsche Nachrichtenseite "Süddeutsche.de".

"Wir werden sie in tiefe Löcher werfen"

Den Vorfall melden auch türkische Medien. Demnach soll Zeybekçi die Strafmaßnahmen bei einer öffentlichen Kundgebung am Montag in Instanbul angekündigt haben.

"Wir werden sie so hart bestrafen, dass sie flehen werden: 'Lasst uns sterben, damit wir erlöst werden!' Wir werden sie zwingen uns anzuflehen", soll Zeybekçi laut des Berichts der deutschen Nachrichtenseite weiterhin gesagt haben.

"Wir werden sie in so tiefe Löcher werfen, dass sie kein Sonnenlicht mehr sehen, solange sie atmen (...) Selbst wenn wir sie hinrichteten, fände mein Herz keinen Frieden", zitiert Baydar den türkischen Außenminister weiter.

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Neun Putschisten festgenommen

Laut Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sollen in der Nacht zum Montag neun Männer, die den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei dem gescheiterten Putsch festsetzen wollten, gefasst worden sein.

Ob sich Zeybekçi mit seinen Drohungen auf die nun festgenommenen Männer bezog, ist unklar.

Nach türkischen Regierungsangaben wurden seit dem Putschversuch vor zwei Wochen mehr als 15.800 Menschen festgenommen, etwa 10.000 davon aus dem Militär. Insgesamt wurde gegen mehr als 8100 davon Haftbefehl erlassen, rund 3000 wurden freigelassen.

Trotz internationalen Protesten war in den Tagen nach dem gescheiterten Putschversuch zudem die Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei aufgekommen.

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(lp)