Huffpost Germany

Kampf um Aleppo: Syrische Rebellen schießen russischen Helikopter ab

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ALEPPO
Kampf um Aleppo: Syrische Rebellen schießen russischen Helikopter ab | Anadolu Agency via Getty Images
Drucken
  • Syrische Rebellen wollen in Aleppo die Belagerung der Regimetruppen durchbrechen
  • In der Provinz Idlib wurde ein russischer Kriegshubschrauber abgeschossen

Aleppo gilt als wichtigstes Schlachtfeld und Symbol des syrischen Bürgerkrieges. Das Regime hat Rebellen in der Stadt eingekreist. Doch ein Bündnis islamistischer Aufständischer will die Stadt freikämpfen. Es geht darum neue Nachschubwege freizuräumen, eine weitere Verschärfung der massiven humanitären Krise abzuwenden.

In den in Aleppo von Rebellen kontrollierten Gegenden zündeten Anwohner Reifen an, um sich vor Luftangriffen der von Russland unterstützten syrischen Regierung zu schützen. Damit sollen Piloten daran gehindert werden, die umkämpfte Stadt weiter zu bombardieren.

Laut russischen Informationen lieferte Hubschrauber Hilfsgüter

Die Kämpfe spitzen sich derweil zu: In der nordsyrischen Provinz Idlib kam es zum Abschuss eines russischen Militärhubschraubers. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dieser habe zuvor Hilfsgüter nach Aleppo geliefert.

Die drei Besatzungsmitglieder und zwei Offiziere hätten noch versucht, den Hubschrauber von möglichen weiteren Opfern am Boden wegzusteuern, erklärte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, am Montag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Oppositionelle Quellen widersprechen dieser Aussage. Bildmaterial zeigt das Wrack des Helikopters. Darauf zu erkennen: 57mm Raketenwerfer.

syrien

Syrische Rebellen: Hilfskorridore sind eine Falle

Es ist nicht der einzige Punkt, in dem sich die von Regime und russischen Offiziellen verbreitete Darstellung der Situation in Aleppo, entschieden von oppositionellen Quellen unterscheidet.

Das syrische Regime hatte am Donnerstag in Aleppo drei angeblich sichere Korridore geöffnet, durch die Zivilisten die Stadt verlassen können. Oppositionelle warnten die Einheimischen allerdings. Sie behaupteten, Flüchtlinge aus der Stadt würden von den Assad-Truppen umgebracht.