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Viele Urlauber unterschätzen tödliche Rippströmung im Meer

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STRAND
Nordsee-Strand mit Urlaubern | dpa
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Die Angst vor Haien und Quallen ist die größte Sorge vieler Badegäste - dabei lauert im Wasser der Urlaubsstrände noch eine viel größere Gefahr: die Rippströmung.

In der Rippströmung sterben allein in den USA jedes Jahr über 50 Urlauber. Zum Vergleich: Hai-Angriffe forderten in den USA seit 2010 fünf Leben.

Auch in heimischen Gewässern wie der Ost- oder Nordsee gibt es diese Rückströmung, die im Englischen rip current genannt wird.

Wie die Rippströmung entsteht

Die Strömung entsteht, wenn die Brandung wegen eines Hindernisses nicht mehr einfach zurück ins Meer fließen kann - zum Beispiel, weil eine Sandbank oder Felsen im Weg sind.

Die Wassermassen strömen stattdessen durch Lücken in den Sandbänken oder Vertiefungen im Meeresboden aufs offene Meer zurück. Diese Rückströmung dort ist besonders schnell und stark, selbst Profi-Schwimmer können kaum dagegen ankämpfen.

Rückströmung ist kaum zu erkennen

Die Rippströmung ist so tückisch, da sie kaum zu erkennen ist. Meist sind die Wellen in dem Gebiet der Strömung nicht sehr hoch, stattdessen bildet sich manchmal leichter Schaum an den Abflussgrenzen.

Passend zum Thema: Meeresbiologe warnt vor tödlicher Gefahr am Ostseestrand

Das kann ein Warnzeichen sein. Auch wenn sich Sandbänke abzeichnen oder durch unterschiedliche Färbung des Wassers verschiedene Tiefen zu erkennen sind, sollte man vorsichtig sein. Schnell abdriftender Seetang kann ein weiteres Warnsignal sein.

Tipps, wie man sich aus der Rippströmung retten kann

Um den Gefahren der Rippströmung zu entgehen, kann man sich die Tricks der Surfer abschauen.

Die Sportler machen - bevor sie aufs Wasser gehen - zunächst den sogenannten „Spotcheck“ und beobachten Wasserstand, Wellengang und Windstärke und versuchen mögliche Strömungen auszumachen. So kann man mögliche Gefahren vorher erkennen und umgehen.

Auch wenn man von der Strömung erfasst wird, gibt es Möglichkeiten, sich zu retten. Wichtig ist es, so die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), nicht in Panik zu verfallen. Ruhig bleiben und nicht gegen die Strömung anschwimmen, lautet die Devise. Stattdessen lässt man sich wie die Surfer von der Rippströmung aufs offene Meer tragen.

Surfer schwimmen parallel zum Strand aus der Strömung heraus, die schwächer wird und sich verliert und nutzen dann die Wellen der Brandung, um zurück zum Strand zu surfen.

Genau das gleiche sollten auch Schwimmer tun. Bei Ermüdung rät die DLRG, sich mit den Füßen voran treiben zu lassen.

Die DLRG rät zudem, unbedingt an bewachten Stränden zu schwimmen und auf Flaggen und Warnungen zu achten.

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(sk)