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Ratingagentur Standard & Poor's stuft Türkei als "Hochrisiko"-Land ein

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ERDOGAN
Der türkische Staatspräsident Erdogan wirft der Rating-Agentur Standard & Poor's "Türkenfeindlichkeit" vor | Getty
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  • Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft die Türkei als "Hochrisiko-Land" ein
  • Der türkische Präsident Erdogan hatte der Agentur bereits zuvor "Türkenfeindlichkeit" vorgeworfen

Die Auseinandersetzung zwischen der Ratingagentur Standard & Poor's und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht in die nächste Runde.

Die Agentur stufte die Türkei am Montag als "Hochrisiko-Land" ein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Standard & Poor's hatte die Kreditwürdigkeit der Türkei zuletzt kurz nach dem versuchten Militärputsch im Land gesenkt.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte der Agentur daraufhin vorgeworfen, "politisch" und aus "Türkeifeindlichkeit" zu handeln.

Türkischer Aktienmarkt sackte nach Putschversuch ab

"Wir sind doch gar nicht dein Mitglied, was geht es dich an, wer bist du denn?", pöbelte Erdogan damals in Richtung der Ratingagentur, als er vor den Mitgliedern des türkischen Parlaments in Ankara eine Rede hielt.

Auch der türkische Aktienmarkt war seit dem Putschversuch abgesackt und auf das tiefste Niveau seit Februar gefallen. Doch Erdogan betonte dennoch, die türkische Wirtschaft werde nicht einbrechen.

Auf die derzeitige Lage sei man ausreichend vorbereitet. Er appellierte an den Finanzsektor und die Wirtschaft des Landes, ihren Teil zur Stabilität beizutragen.

Auf die erneute Abstufung durch die Rating-Agentur hat der türkische Staatspräsident bisher noch nicht reagiert.

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(lp)