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Grenze zu Österreich: Polizei verweigert jedem zweiten Flüchtling die Einreise

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SIMBACH
Flüchtlinge warteten im November in Simbach am Inn (Bayern) auf der Innbrücke auf ihren Grenzübertritt. | dpa
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  • An der deutsch-österreichischen Grenze durfte zuletzt nur jeder zweite Migrant einreisen
  • Die Zahl der Flüchtlinge, die über die Schweiz kommen, ist gestiegen

Die Bundespolizei verweigert an der Grenze zu Österreich mehr und mehr Migranten die Einreise. Im Juli durfte jeder Zweite nicht passieren. Das berichtete die Zeitung "Die Welt" vom Montag unter Berufung auf Angaben des Bundesinnenministeriums.

1300 Flüchtlinge im Juli über Österreich eingereist

Die Bundespolizei registrierte dem Bericht zufolge vom 1. bis zum 28. Juli in Bayern rund 2600 Flüchtlinge+ an der Grenze - 1300 von ihnen wurde die Einreise verweigert. Ein Sprecher begründete dies der Zeitung mit der "Nichterfüllung der Einreisevoraussetzungen". Das sei zum Beispiel der Fall, wenn die Person in der Bundesrepublik kein Asyl beantragen will.

Die Bundespolizei registrierte der "Welt" zufolge im Juli zudem mehr Migranten, die über die Schweiz einreisten. Die Beamten zählten für den Juli bis zum vergangenen Donnerstag 750 Personen, die über diesen Weg nach Deutschland kamen. Im gleichen Zeitraum des Vormonats waren es demnach etwa 200 weniger.

Die Zahl der allein reisenden minderjährigen Flüchtlinge sei ebenfalls stark zurückgegangen.

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(ben)