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Kunst und Kulinarik auf Lanzarote: Bizarr, atemberaubend und wunderschön

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Kunst über und unter Wasser, hervorragende Inselküche und Wein, der auf Lava wächst: Lanzarote ist in kultureller wie auch in kulinarischer Hinsicht einzigartig. Gemeinsam mit airberlin stellen wir dir inspirierende Hotspots vor, die du bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen darfst.

Spektakulär – die Unterwasserskulpturen im Museo Atlántico

Erst schemenhaft, dann immer klarer zeichnen sich die Konturen ab. Ein Mann sitzt am Schreibtisch, ein anderer schießt ein Foto – Alltagsmomente irgendwie. Bis der erste Fisch vorbeischwimmt. Denn wir sind nicht an Land, sondern befinden uns in 14 Meter Tiefe, mitten im Museo Atlántico vor der Südwestküste Lanzarotes. Still verharren die lebensgroßen Steinfiguren des britischen Bildhauers Jason deCaires Taylor in ihrer Bewegung.

300 Statuen hat der Künstler hier versenkt; allein die größte Installation „The Rubicon“ besteht aus 35 Figuren, die alle in eine Richtung marschieren und doch regungslos im Wasser stehen. Für die Statuen standen die Einwohner der Insel Modell, detailgetreu nachempfunden bis zum Zipper an der Sportjacke. Wenn du tauchst oder schnorchelst, kannst du diese mystische Welt am Meeresgrund auf eigene Faust erkunden. Alle, die lieber über Wasser bleiben möchten, bringt ein Boot mit Glasboden zu den Exponaten.


Gesamtkunstwerk Lanzarote – César Manrique und seine Insel

Es ist so gut wie unmöglich, auf Lanzarote einen Schritt zu tun, ohne einem Zeugnis des kreativen Schaffens von César Manrique zu begegnen. Sein Werk ist allgegenwärtig und geht weit über den Kunstbegriff hinaus. Nachdem er lange Jahre im Ausland gelebt hatte, kehrte er 1966 auf seine Heimatinsel zurück und erlebte die touristischen Anfänge auf Lanzarote mit. Seinem vehementen Einsatz für Kultur und Natur – und seinem Gestaltungsdrang – verdankt die Insel ihr heutiges Gesicht. So betätigte sich Manrique als Umweltschützer und Denkmalpfleger, entwarf Kunst für den öffentlichen Raum und arbeitete als Architekt, Landschafts- und Gartengestalter.

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Zu seinen Projekten zählen auch die sieben Kunst-, Kultur- und Tourismuszentren. Sie alle thematisieren das harmonische Miteinander von Kunst und natürlichen Elementen, wie die Feuerberge von Timanfaya im Nordwesten der Insel: ein mystischer Ort, durch Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert geprägt und mehr Mondlandschaft als Erde. Dass der 1992 verstorbene Künstler aber nicht nur philosophische, sondern auch sehr praktische Ideen hatte, belegt ein anderes Kapitel seines Schaffens.
Aus Gründen der Ästhetik empfahl Manrique einmal, für Tür- und Fensterrahmen nur noch eine Farbe zuzulassen: Grün. Wenn du durch die Dörfer fährst, wirst du sehen, dass ihm fast alle Bauherren bis heute folgen.

Kunst unter Wasser, Kunst über Wasser – und nun auch noch Kunst zum Trinken: Das Weinbaugebiet La Geria am Rande des Nationalparks Timanfaya wurde nämlich zum Gesamtkunstwerk erhoben, und zwar 1960 vom Museum of Modern Art (MoMA) in New York City. Berührungsängste musst du allerdings nicht haben, wenn du die Straße von Uga nach Masdache entlangfährst: Eine Bodega reiht sich hier an die andere und lockt mit Verkostungen. Rechts und links der Straße siehst du die Reben, die traditionell in bis zu drei Meter tiefen, befestigten Kratern auf Lavasand angebaut werden. Das sieht nicht nur toll aus, sondern hat auch einen Grund, oder besser zwei: Das Regenwasser – wenn es einmal regnet – sammelt sich direkt bei der Pflanze und die Kaninchen haben keine Chance.

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Stellt sich nur noch die Frage, was zum Wein auf den Tisch kommt. Wir hätten da eine Idee. Wie wäre es mit papas arrugadas? Die wörtliche Übersetzung „runzelige Kartoffeln“ klingt zwar nicht sehr schmeichelhaft, aber das trügt. Diese kleinen, ungeschälten Kartoffeln mit Salzkruste werden praktisch zu jeder Speise als Beilage oder auch für sich als Tapas serviert und sind eine echte Köstlichkeit. Sie werden in Meerwasser gekocht und auch dann noch ein wenig weitergegart, wenn das Wasser bereits verdunstet ist. Das erklärt die runzelige Schale. Dazu ein wenig Mojo-Soße und ein Sonnenuntergang am Strand – es ist keine Kunst, Lanzarote mit allen Sinnen zu genießen.

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