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Attentat von Würzburg soll heftigen Streit im Kanzleramt ausgelöst haben

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DE MAIZIERE
"Flüchtlinge nicht schuld": Attentat von Würzburg soll heftigen Streit im Kanzleramt ausgelöst haben | TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
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Nach dem Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Bundespressekonferenz ist der Streit in der Union über die Flüchtlingspolitik wieder öffentlich aufgeflammt.

Aber schon Tage vorher - nämlich nach dem Attentat in einem Zug in Würzburg - kam es laut Informationen des "Focus" zu heftigem Streit im Kanzleramt.

Die Furcht unter den Politikern: Dass nach dem Attentat der Streit um die Flüchtlingspolitik wieder aufflammt.

Behördenleiter widersprechen Minister

Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) mahnte die Chefs der Sicherheitsbehörden, die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. Man solle in Interviews darauf hinweisen, dass nahezu alle Attacken in Europa nicht von Flüchtlingen, sondern von einheimischen Muslimen begangen worden seien, schreibt "Focus Online".

Manche Behördenleiter widersprachen dem Minister. Die Herkunft Tausender junger Flüchtlinge sei unklar, soll einer von ihnen laut "Focus"-Informationen gesagt haben.

Etliche seien womöglich im Terrorkampf ausgebildet - und so versiert mit Waffen wie hiesige Polizisten. Altmaier soll nur abgewunken haben.

Terroristen mischten sich in den Flüchtlingsstrom

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verhielt sich tags darauf diplomatischer. Es gebe „Hinweise auf Bezüge zum internationalen Terrorismus“ unter den Flüchtlingen, sagte der CDU-Politiker.

Auch Merkel räumte in der Bundespressekonferenz ein, dass sich Terroristen in den Flüchtlingsstrom gemischt hätten.

Unter anderem waren zwei der Paris-Attentäter als Flüchtlinge getarnt nach Europa gereist. Der Attentäter von Würzburg war im Juni 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Der Täter von Ansbach, ein Syrer, kam schon 2014.

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(sk)