Huffpost Germany

Hautkrebs: Viele Menschen erkennen die Symptome nicht

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HAUTKREBS
Viele Menschen vernachlässigen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt | iStock
Drucken

Viele Menschen erhöhen unwissentlich ihr Risiko und das ihrer Kinder, an Hautkrebs zu erkranken. Das liegt einer Umfrage zufolge daran, dass sie die Symptome der Krankheit nicht erkennen. Außerdem sind viele sich nicht darüber bewusst, wie gefährlich die Sonneneinwirkung sein kann.

Nachforschungen der Nuffield Health Organisation haben ergeben, dass die Hälfte der britischen Bevölkerung glaubt, dass ihr persönliches Risiko für Hautkrebs gering oder nicht vorhanden sei.

Von den 2000 befragten Menschen gab mehr als ein Drittel an, die Symptome von Hautkrebs nicht zu erkennen. Dazu zählen neue Muttermale, juckende oder blutende Leberflecken oder Male, die ihre Farbe oder Form verändert haben.

Anstieg von Hautkrebs um 26 Prozent

Trotz der Warnungen, dass Sonnenbrände zu Hautkrebs führen können, ziehen sich ein Drittel der Teilnehmer mindestens einmal im Jahr einen Sonnenbrand zu. Beinahe ein Viertel der Befragten mit Kindern im schulpflichtigen Alter sagte, dass ihr Kind im letzten Jahr mindestens einen Sonnenbrand hatte. Ganze 26 Prozent der jungen Eltern zwischen 16 und 34 Jahren gaben sogar an, dass sich ihr Kind mindestens dreimal im Jahr verbrenne.

Nuffield Health berichtet, dass die Krankenhäuser in England seit 2007 einen Anstieg von Hautkrebs unter den 16- bis 34-Jährigen um 16 Prozent verzeichnet haben.

"Es gibt eine weit verbreitete Naivität bei der britischen Bevölkerung, was die Gefahr von Hautkrebs angeht. Weil wir in einem Klima leben, das sich durch relativ wenig Sonne und viel Regen auszeichnet, gehen die Menschen davon aus, dass kein Risiko für sie besteht, aber das ist ein Trugschluss“, sagt Paul Banwell, plastischer Chirurg am Nuffield Health Hospital.

Vorsorgeuntersuchungen sind entscheidend

"Das sind häufig die Menschen, die viel Zeit draußen verbringen oder sich nicht ausreichend vor der Sonne schützen und dann später völlig schockiert sind, dass sie unter den Konsequenzen leiden.

Der größte Risikofaktor für Hautkrebs sind Sonnenbrände in jungem Alter, egal ob sich die Auswirkungen in den frühen 20ern oder in den 60ern zeigen.

Leider ist das Bewusstsein für Sonnenschäden und Vorsorgeuntersuchungen kein Teil unserer Erziehung. Deswegen ist es besonders wichtig, dass diese Themen angesprochen werden.“

Dr. Walaya Hussain, Dermatologe am Nuffield Health Leeds, warnt: "Hautkrebs kann jeden zu jeder Zeit treffen und es kann eine besonders aggressive Krankheit sein. Leider ist das Bewusstsein darüber im Allgemeinen niedrig, deswegen kommt es häufig vor, dass Patienten einige Zeit mit der nicht diagnostizierten Krankheit leben.

Eine Hautuntersuchung beim Arzt ist schmerzlos und geht schnell, deswegen sollte es bei jedem, der viel Zeit im Freien verbringt, Teil der Routine sein. Wenn man mit seiner Haut vertraut ist, dann wird man jede kleine Veränderung bemerken und sich, wenn nötig, frühzeitig um eine Behandlung bemühen können.“

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post UK und wurde von Jutta Kranz aus dem Englischen übersetzt.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Sie ist "die hässlichste Frau der Welt" - das hat sie aus sich gemacht

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. zum Beispiel setzt sich mit einem Projekt in Kenia für den Schutz und die Aufzucht von Elefantenbabys ein.

Denn noch immer werden ausgewachsene Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne gejagt und getötet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere, die auf sich allein gestellt sind und nicht überleben würden.

Die Elefantenbabys benötigen teure tierärztliche Versorgung und Verpflegung über mehrere Jahre, um schließlich wieder in die Wildnis entlassen werden zu können. Nach ihrem Aufenthalt im Waisenhaus sind die ausgewachsenen Tiere in der Lage, sich in bestehende Elefantenherden zu integrieren.

Unterstütze jetzt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz bei ihrer Arbeit im Waisenhaus für Elefantenbabys auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(glm)