Huffpost Germany

Geniale Theorie: So könnte erneuerbare Energie in Zukunft komplett kostenlos werden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
GREEN ENERGY FILTER
Grüne Energie könnte in Zukunft umsonst angeboten werden | Ascent/PKS Media Inc. via Getty Images
Drucken

Erneuerbare Energien sind teuer, ineffizient, unpraktisch, realitätsfern– so argumentieren Kritiker von Solarenergie.

Die internationale Investmentbank Citi erklärt in einem aktuellen Bericht, warum zukünftig genau das Gegenteil der Fall sein könnte.

In dem Bericht zum Thema Big Data und Energie erläutern Experten der Bankengruppe, wie erneuerbare Energien in der Zukunft effizienter genutzt - und im Idealfall irgendwann sogar komplett kostenlos angeboten werden könnten.

Ausschlaggebend für diese Theorie sind sogenannte Smart Analytics für Big Data - also komplexe Softwaresysteme, die gigantische Datenmengen lesen und verarbeiten können.

Genaue Prognosen für effiziente Energienutzung

"Big Data und erweiterte Analytics werden in Zukunft dabei helfen, sowohl Prognosen für die Energieproduktion, als auch Automatisierungsprozesse und die Demokratisierung von Energie zu verbessern", heißt es im Bericht der Bankengruppe.

Das könnte euch auch interessieren: Solardächer und Powerwände - In Australien entsteht das Wohnviertel der Zukunft

Das bedeutet im Detail: Diese hochkomplexen Softwaresysteme könnten in der Praxis zunächst dabei helfen, genauere Prognosen zur Energiegewinnung zu erstellen - also beispielsweise Trends zu erkennen, wann im Normalfall wie viel (oder wenig) Energie durch Wind oder Solarenergie produziert werden kann.

In einem zweiten Schritt könnte dann überschüssige Energie, die nicht sofort verwendet wird, automatisch gespeichert werden - und erst dann wieder ausgegeben werden, wenn es zu einem Energieengpass kommt.

Demokratisierte Energie durch "Sharing"-System

Drittens könnten diese Programme auch dazu genutzt werden, Energie in einer festgelegten Gruppe mit anderen Verbrauchern zu teilen - zum Beispiel in einer Gemeinde oder einem Stadtteil. So könnte die gewonnene grüne Energie demokratischer und noch effizienter aufgeteilt werden, argumentiert die Bankengruppe.

Wie das in der Praxis aussehen könnte, seht ihr im Video am Beispiel eines Projekts des Staats New York:

"So können wir mehr Energie mit weniger Ressourcen produzieren - unser Ziel um Energiekosten in Zukunft für alle Menschen dramatisch senken zu können. In manchen Bereichen wäre es so auch möglich Energie irgendwann komplett kostenlos anzubieten," erkärt Citi weiter.

Der einzige Haken: Was bereits in einzelnen Projekten gut funktioniert, wird im großen Stil schwieriger umsetzbar sein. Energieanbieter müssten dafür nämlich ihr komplettes System umstellen - und verstärkt in die Kooperation mit speziellen Software-Anbietern investieren.

Pilotprojekt im Staat New York

Unmöglich ist die Energierevolution allerdings nicht - das zeigt aktuell eine Initiative des amerikanischen Staats New York. REV (Reforming the Energy Vision) heißt das Projekt, das die Energieversorgung des Staats komplett umstellen soll - und sich dafür eben solcher Softwaresysteme bedient.

Doch auch dieses Projekt braucht seine Zeit: Bis 2030 sollen zumindest 50 Prozent der Energie New Yorks aus erneuerbaren Quellen stammen. Zudem sollen Haushalte bis zu diesem Zeitpunkt 23 Prozent weniger Energie brauchen, als noch 2012, heißt es in einem Bericht des staatlichen Projekts.

Wenn der Plan aufgeht, könnten New Yorker durch erneuerbaren Energien schon bald mit günstigerer und grünerer Energie versorgt werden. In Hinblick darauf scheint die Citi-Bank-Vision von kostenloser, sauberer Energie gar nicht mehr so fern.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. zum Beispiel setzt sich mit einem Projekt in Kenia für den Schutz und die Aufzucht von Elefantenbabys ein.

Denn noch immer werden ausgewachsene Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne gejagt und getötet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere, die auf sich allein gestellt sind und nicht überleben würden.

Die Elefantenbabys benötigen teure tierärztliche Versorgung und Verpflegung über mehrere Jahre, um schließlich wieder in die Wildnis entlassen werden zu können. Nach ihrem Aufenthalt im Waisenhaus sind die ausgewachsenen Tiere in der Lage, sich in bestehende Elefantenherden zu integrieren.

Unterstütze jetzt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz bei ihrer Arbeit im Waisenhaus für Elefantenbabys auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

Umweltsünder USA: So versucht Obama mit seinem Volk das Klima zu retten

(lp)