Huffpost Germany

"Heil Merkel": Türkische Zeitungen verhöhnen Kanzlerin als Nazi

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

(Eine Zusammenfassung des Artikels seht ihr im Video oben)

Die Welt ist aus den Fugen. Militärs putschen, ermorden die eigenen Landsleute, Bürger verprügeln Soldaten, demokratisch legitimierte Politiker reißen alle Macht an sich und sperren die ein, die das Wort Meinungsfreiheit schreiben können.

Nur eine Konstante bleibt: Immer, wenn die deutsche Regierung – oder irgendwer in Deutschland – etwas tut, das irgendwem im Ausland nicht passt, kommt sie wieder, die Bildmontage: Angela Merkel mit Hitlerbart oder den Hitlergruß zeigend.

Diesmal haben die Redakteure der türkischen Zeitungen „Aksam“ und „Takvim“ dafür gesorgt, dass die Tradition fortgeführt wird.

Der türkische Journalist Celil Sagir, bis zu seiner Entlassung Redaktionsleiter der Oppositionszeitung „Zaman“, twittert bitter: „Während Erdogan 80.000 Menschen aus dem Weg räumen, Eigentum beschlagnahmen und Journalisten einsperren lässt, thematisieren seine Medien Deutschland mit seiner Nazi-Vergangenheit.“

Was die türkischen Zeitungen zu dem historischen Vergleich animiert: Das Bundesverfassungsgericht hatte es gewagt, die Liveübertragung einer Ansprache des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor bis zu 40.000 Demonstranten in Köln zu untersagen. Die türkische Regierung sah sich daraufhin genötigt, dagegen scharf zu protestieren. Von einer „Schande“ für die Demokratie ist die Rede.

"Takvim" schreibt: "Deutschland, das seiner Nazi-Vergangenheit nicht entkommen ist, hat seine Maske fallengelassen. Es unterstützt die putschistische Gülen-Bande, die gegen die Türkei ist. Es hat einmal mehr bewiesen, dass es kein Freund und Verbündeter ist."

Deutschlands Satiriker dürfen sich jetzt zurücklehnen. Die beste Satire liefern jetzt ja dankenswerterweise die Schreiber, die auf Erdogans Payroll stehen.

Auch auf HuffPost:

Hat Erdogan den Putsch selbst inszeniert? Das sagen Experten

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

In einem großangelegten Projekt hilft der Verein SyrienHilfe e.V. vor Ort Menschen in Not, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen. Seit 2012 setzen sich Ärzte, Ingenieure, Archäologen, Lehrer und Künstler in dem Bürgerkriegsland dafür ein, dass die Bevölkerung in ihrem eigenen Land ein würdevolles Leben führen kann.

Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

Unterstütze sie jetzt auf www.zusammen-für-flüchtlinge.de, der zentralen Plattform für Projekte in der Flüchtlingshilfe von betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(ben)