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Europapolitiker Brok zum Streit um Flüchtlingspakt: "Sollten nicht in Panik verfallen" (EXKLUSIV)

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ELMAR BROK
Der Europapolitiker Elmar Brok fordert im Streit um die Flüchtlingspakt mehr Gelassenheit | ullstein bild via Getty Images
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  • Die türkische Regierung droht der EU das Flüchtlingsabkommen aufzukündigen
  • Europapolitiker Brok (CDU) bezeichnet die türkischen Forderungen, den Türken Visafreiheit zu garantieren, als "legitim"
  • Das Abkommen sei "immens wichtig", deshalb müsse man "Gelassenheit bewahren"

Die Drohung der türkischen Regierung zum Visastreit hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, Elmar Brok (CDU), als legitim bezeichnet.

"Die Türkei hat bislang ihren Teil im Flüchtlingsdeal erfüllt. Jetzt mahnt sie an, dass die EU auch ihren Teil erfüllt. Das ist legitim", sagte Brok der Huffington Post. "Die Aussagen sehe ich nicht als Drohung oder Ultimatum", sagte Brok. "Fakt ist aber auch: Wir können keine Visafreiheit geben, wenn die Türkei gegen Grundrechte verstößt."

Der CDU-Politiker mahnte zu Gelassenheit. "Wir sollten die übrigen zwei Monate nutzen, mit der Türkei in Ruhe zu verhandeln - und nicht in Panik verfallen. Das gefährdet den Flüchtlingsdeal, der immens wichtig ist" sagte Brok.

"Ohne ihn kommen wieder Millionen Flüchtlinge nach Europa. Und er ist wichtig für die 2,8 Millionen Flüchtlinge, die in der Türkei sind. Sie brauchen medizinische Versorgung und Bildungsangebote. Sonst wachsen dort die nächsten Terroristen heran", so Brok.

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(lp)