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Vater des Münchner Amokläufers: "Wir bekommen Morddrohungen"

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MUENCHEN
Screenshot Youtube
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  • Neun Tage nach dem Münchner Amoklauf hat sich der Vater des Attentäters das erste Mal zu Wort gemeldet
  • Sein Leben in München sei "erledigt"

Zum ersten Mal nach dem Münchner Attentat hat sich der Vater des Amokläufers zu Wort gemeldet."Mir geht es schlecht", sagte Masoud S. der "Bild am Sonntag". "Wir bekommen Morddrohungen, meine Frau weint seit einer Woche." Das Leben in München sei "erledigt".

Sonboly gab an, dass er von den Plänen seines Sohnes keine Ahnung hatte. "Von einer Waffe habe ich nichts gewusst", sagte der Vater von Ali, der am vergangenen Freitag neun Menschen getötet hatte.

Vater des Münchner Amokschützen: "Einige mobbende Mitschüler habe ich angezeigt"

Sonboly berichtete der "BamS" weiter, dass sein Sohn ihm nie erzählte, wie er in der Schule angeblich gemobbt wurde. Vor vier Jahren erfuhr er jedoch über einen Mitschüler davon.

"Ich habe Ali von der Schule genommen und mit der Lehrerin gesprochen", sagte er. "Einige der mobbenden Mitschüler habe ich angezeigt." Doch die Ermittlungen wurden eingestellt.

Bei dem Amoklauf am vorvergangenen Freitag in München kamen zehn Menschen ums Leben. Ein 18-jähriger Deutsch-Iraner begab sich mit einer Pistole und 300 Schuss Munition in ein Schnellrestaurant nahe eines Münchner Einkaufszentrum und eröffnete das Feuer auf größtenteils junge Menschen mit Migrationshintergrund. Wenige Stunden später nahm er sich das Leben, nachdem er von der Polizei gestellt wurde.

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