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Pro-Erdogan-Demonstranten in Köln fordern die Todesstrafe (LIVE-BLOG)

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  • 2700 Polizisten sind im Einsatz, denn es gibt auch noch vier Gegenkundgebungen - unter anderem von Rechtsextremisten.

In angespannter Atmosphäre demonstrieren in Köln rund 20.000 Menschen - deutlich weniger als die bis zu 50.000, die auf der Pro-Erdogan-Kundgebung erwartet wurden. Die Polizei ist nach eigenen Angaben auf gewalttätige Auseinandersetzungen vorbereitet: Sie hat die Zahl der Beamten von 2.300 auf 2.700 aufgestockt.

Alle Informationen im Live-Blog.

18:19 Uhr: Demonstration beendet

Die Kundgebung endet um kurz nach 18 Uhr mit einer Erklärung von Erdogan, die allerdings nicht übertragen, sondern verlesen wird.

Es sei mit Verkehrsstörungen zu rechnen, teilte die Polizei mit.

17:49 Uhr: 40.000 Teilnehmer angereist

Zur Demo in Köln-Deutz sollen 40.000 Teilnehmer gekommen sein, berichtet der "Kölner Stadtanzeiger". Die Nachrichtenagentur dpa spricht hingegen von rund 20.000 Teilnehmern. Zu einer Gegendemonstration von Rechten kamen laut "Stadtanzeiger" 250 Menschen gekommen, 600 hätten sich bei "Köln gegen Rechts" beteiligt, weitere 200 an einer Kundgebung von Jugendparteien.

17:15 Uhr: Polizei löst Demo von Pro NRW auf

Die Kölner Polizei hat die Demonstration der rechten Partei Pro NRW aufgelöst. Vor dem Hauptbahnhof wurden die rund 250 Teilnehmer mit Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, den Platz zu verlassen. Der Polizei zufolge hätten Demonstranten gegen Auflagen verstoßen.

Rund 20 Teilnehmer weigerten sich, wurden dann aber von Beamten in den Hauptbahnhof geleitet, berichtet der "Kölner Stadtanzeiger". Ein Demonstrant sei sitzengeblieben und habe sich wegtragen lassen.

16:35 Uhr: Demonstranten fordern die Todesstrafe

Mit skandierenden Rufen haben die Demonstranten auf der Pro-Erdogan-Demonstration die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei gefordert. Die Teilnehmer riefen "Wir wollen die Todesstrafe!", wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet.

16:32 Uhr: Türkischer Sportminister: Zeichen gegen die Putschisten

Der türkische Minister für Sport und Jugend, Akif Cagatay Kilic, nennt die Kölner Demonstration ein Zeichen gegen die Putschisten. "Wir sind hier, weil unsere Landsleute in Deutschland für Demokratie und gegen den versuchten Militärputsch in der Türkei einstehen", sagte er vor Journalisten.

16:15 Uhr: Rechte Demonstranten haben sich bewaffnet

Auf den Marsch durch die Innenstadt hat die rechte Partei Pro NRW offenbar nicht freiwillig verzichtet: Die Polizei untersagte den Umzug, weil bei Teilnehmern Waffen gefunden wurden, wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet. Bei Demonstranten wurden demnach Tierabwehrspray und Quarzsand-Handschuhe gefunden.

16:12 Uhr: Doch kein Knall in der Innenstadt

16:05 Uhr: Auch Gegendemo schwach besucht

Nachdem die Teilnehmerzahl der Pro-Erdogan-Demo wohl nicht die erwarteten 30.000 erreichen wird, wird bekannt, dass auch die Gegendemonstrationen vergleichsweise schwach besucht sind: Zur Kundgebung "Köln gegen Rechts" und "ErdoWahn stoppen" auf dem Heumarkt seien statt 2.000 nur rund 300 Teilnehmer gekommen, berichtet der WDR.

15:57 Uhr: Polizei: 20.000 Teilnehmer

15:41 Uhr: Pro NRW marschiert nicht

Die Demonstranten von Pro NRW verzichten auf einen Marsch durch die Stadt, wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet. Darauf habe man sich nach Kooperationsgesprächen mit der Polizei geeignet. Die Partei beschränkt sich auf eine Kundgebung am Hauptbahnhof.

15:30 Uhr: Demo "Köln gegen Rechts" erreicht den Dom

Der Demonstrationszug des Antifa-Bündnisses "Köln gegen Rechts" hat den Kölner Dom erreicht. Zwischen den Teilnehmern und dem Zug der rechten Pro-NRW-Partei stehen Hundertschaften der Polizei.

15:20 Uhr: Explosion zu erwarten

15:12 Uhr: Demo hat begonnen

Auf dem Kundgebungsplatz schwenken die Teilnehmer türkische Flaggen, ein Redner spricht zu der Masse. Im Chor schreien die Menschen "Türkiye, Türkiye!". Dann wird die türkische Nationalhymne gespielt - und im Anschluss die deutsche. Auf der Bühne ist ein Transparent mit der Aufschrift "Demokratie - Nein zum Staatsstreich" angebracht.

Ein Redner spricht den Satz "Wir sind Deutschland!", nur wenige Demonstranten stimmen mit ein. Nach einer Rede werden riesige Türkei-Flaggen über den Köpfen der Teilnehmer ausgebreitet.

15:07 Uhr: Polizei spricht von 10.000 Teilnehmern

Von 30.000, gar bis zu 50.000 Teilnehmern war im Vorfeld der Pro-Erdogan-Demo in Köln die Rede. Der ganz große Andrang bleibt aber offenbar aus: Die Polizei spricht derzeit von 10.000 Demonstranten auf dem Demo-Platz im rechtsrheinischen Deutz. Weiterhin kommen aber Menschen auf das Gelände.

15:03 Uhr: Zwischenfall auf dem Heumarkt

Auf dem Heumarkt in der Kölner Innenstadt haben sich Pro-Erdogan-Demonstranten unter die rund 1.300 Gegner gemischt, darunter das Jugendbündnis “Köln gegen Rechts” und Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei PKK. Die Polizei versucht derzeit, die Gruppen zu trennen.

14:59 Uhr: Erdogan-Sprecher kritisiert Live-Schalten-Verbot

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat das Verbot der Live-Zuschaltung türkischer Politiker auf der Pro-Erdogan-Demonstration in Köln scharf kritisiert. Das sei ein "inakzeptabler Zustand", teilte Ibrahim Kalin nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag in Ankara mit.

Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies kündigte laut dem "Kölner Stadt-Anzeiger" jedoch ein rigoroses Vorgehen an, falls auf der Videoleinwand doch Bilder gezeigt werden, die nicht aus Köln direkt stammen.

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14:49 Uhr: Demo-Platz füllt sich langsam

Der Andrang könnte wohl größer sein: Auf dem Gelände der Kölner Werft seien bislang erst rund 2.000 Demonstranten angekommen, berichtet der "Stadtanzeiger". Daneben stehen Dutzende Reisebusse. Bülent Bigli, von der Union Europäischer Türkischer Demokraten teilt mit, etliche Reiseverstalter hätten im Hinblick auf die Kundgebung den Transport von Teilnehmern verweigert.

14:39 Uhr: Pro NRW marschiert nicht bei Demo-Gelände

Die rechtsextremen Teilnehmer von Pro NRW verzichten auf einen Marsch in der Nähe des Demonstrationsgeländes im Rechtsrheinischen. Das sei das Ergebnis von Gesprächen der Partei mit der Polizei, berichtet, der "Kölner Stadtanzeiger". Stattdessen wird der Zug nun durch die Innenstadt führen.

Unterdessen bringen sich Scharfschützen der Polizei in Stellung:

14:09 Uhr: Bericht: Tausende rechtsradikale Türken unter den Demonstranten in Köln

An der Demo nehmen Tausende rechtsradikale Türken aus dem Bundesgebiet teil. Das erfuhr der Berliner "Tagesspiegel" sowohl aus der Szene der Grauen Wölfe als auch von Sicherheitsexperten. Sich selbst bezeichnen türkische Rechtsradikale als "Idealisten". Verfassungsschützer beobachten unter anderem die "Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland" (ADÜTDF), die bundesweit bis zu 10.000 Anhänger hat.

Gleichzig marschieren hunderte Rechtsradikale Nazis im Rahmen einer Gegendemo durch die Kölner Innenstadt.Die Polizei mahnt die Demonstrierenden, friedlich zu bleiben. Aus Furch vor Ausschreitungen haben sich alle Hundertschaften aus NRW in Köln formiert, die Polizei ist unteranderem mit Wasserwerfern vor Ort.

13:38 Uhr: Ein Zug nach Köln mit Rechtsextremen wurde gestoppt

Offenbar hat die Bundespolizei einen Zug nach Köln gestoppt, mit dem Rechtsextreme zu der Gegendemo der Pro-Erdogan-Proteste anreisen wollten. Das berichtet "Bild".

11:53 Uhr: WDR: Anmelder rechnen mit 50.000 Erdogan-Anhängern

Die Anmelder der Pro-Erdogan-Demo rechnen mit 50.000 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie Skandinavien, Großbritannien und Österreich. Angemeldet waren 30.000. Das berichtet der WDR.

11:50 Uhr: Köln im Ausnahmezustand

11:34 Uhr: Erste Teilnehmer treffen zu Pro-Erdogan-Kundgebung ein

In Köln sind am Sonntag die ersten Teilnehmer zu der für 15.00 Uhr geplanten Pro-Erdogan-Demonstration eingetroffen. Das Gelände am rechten Rheinufer im Stadtteil Deutz wurde von zahlreichen Polizisten bewacht. Insgesamt sind 2700 Polizisten im Einsatz. Auch Wasserwerfer stehen bereit. Angemeldet sind vier Gegenkundgebungen, unter anderem von Rechtsextremisten.

11:10 Uhr: Bundespolizei mit Wasserwerfern vor Ort

9:00 Uhr: Bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet

In Köln bereitet sich die Polizei auf einen der größten Einsätze seit langem vor: Für den Nachmittag ist eine türkische Demonstration mit bis zu 30 000 Teilnehmern angemeldet, überwiegend Anhänger des umstrittenen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Zeitgleich wollen auch Rechtsextremisten durch die Stadt ziehen. Insgesamt 2700 Polizisten sollen darüber wachen, dass es nicht zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt.

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