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Einfach mal die Klappe halten: Gysi rechnet mit Wagenknecht ab

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Gysi geht auf Distanz Wagenknecht | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Sahra Wagenknechts Aussagen zur Flüchtlingspolitik sorgen weiterhin für Unmut
  • Harsche Worte kamen auch von Gregor Gysi
  • "Vielleicht sollte sie sich jetzt eine Weile zur Flüchtlingsfrage einfach mal nicht äußern", sagte Gysi

Sahra Wagenknecht hat mit ihren umstrittenen Aussagen zur Flüchtlingspolitik der Kanzlerin auch in ihrer eigenen Partei für viel Unmut gesorgt. Nun geht auch Gregor Gysi auf Distanz zur Fraktionschefin der Linken.

"Wir können Frau Merkel nicht von rechts kritisieren. Wenn, dann müssen wir sie von links kritisieren", sagte Gysi dem SWR. Wagenknechts Vorgänger an der Fraktionsspitze warnte zudem, die Partei würde mit solchen Aussagen an Profil verlieren.

"Du verlierst auf beiden Seiten"

"Immer wenn Du versuchst, beide Seite zu vertreten, also pro Flüchtlinge und bisschen gegen Flüchtlinge, dann gewinnst Du nicht die, die für Flüchtlinge sind und Du gewinnst auch nicht die, die gegen Flüchtlinge sind, sondern Du verlierst auf beiden Seiten", erklärte Gysi.

Einmal in Fahrt, legte Gysi nach: "Vielleicht sollte sie sich jetzt eine Weile zur Flüchtlingsfrage einfach mal nicht äußern."

"Erhebliche Probleme" durch Flüchtlinge und Zuwanderer

Nach dem Anschlag von Ansbach forderte Wagenknecht in einem Facebook-Post, der Staat müsse jetzt alles dafür tun, dass sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen können. Weiter schrieb sie:

„Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte."

Nach heftiger Kritik ruderte die Linken-Politikerin wieder zurück: "In meine Presseerklärung wurden Dinge reininterpretiert, die ich weder gesagt noch gemeint habe", sagte Wagenknecht dem "Spiegel". Gleichzeitig bekräftigte sie, auch weiterhin auf Probleme aufmerksam machen zu wollen.

"Kommen Sie zur AfD"

Während sich in Wagenknechts eigener Partei viele an den Kopf fassten, stießen ihre Aussagen bei der AfD auf Zustimmung. Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg lud Wagenknecht via Twitter ein, die Seiten zu wechseln:

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