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Erdogan wirft Deutschland mangelnde Meinungsfreiheit vor

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ERDOGAN
Erdogan kritisiert die Meinungsfreiheit in Deutschland | Umit Bektas / Reuters
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  • Erdogan kritisiert die Meinungsfreiheit in Deutschland
  • Den dort lebenden Türken werde das Recht zu Protesten verwehrt
  • Zudem dürften sie keine türkischen Fahnen an ihren Häusern hissen

Zwei Wochen nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei hat Recep Tayyip Erdogan Kritik aus dem Ausland am harten Vorgehen der Justiz gegen mutmaßliche Verschwörer zurückgewiesen. Die Kritiker sollten sich um ihre Angelegenheiten kümmern, sagte der Staatspräsident am Freitagabend in Ankara.

Gleichzeitig warf Erdogan Deutschland und Österreich Defizite bei der Meinungsfreiheit vor. Den in beiden Ländern lebenden Türken werde das Recht zu Protesten verwehrt. Teilweise dürften sie nicht einmal die türkische Flagge an ihren Häusern hissen.

Mangelnde Anteilnahme aus der EU

Mit der Wahrheit haben diese Aussagen allerdings wenig zu tun: Ein solches Flaggenverbot existiert in Deutschland und Österreich nicht. Zudem findet am Sonntag in Köln eine großangelegte Pro-Erdogan-Demonstration statt.

Erdogan beklagte sich zudem über mangelnde Anteilnahme und Solidarität im Ausland nach dem Umsturzversuch. So seien etwa aus der EU und anderen westlichen Staaten keine Repräsentanten angereist, um ihr Beileid zu bezeugen, rügte er unter Verweis auf 237 getötete Zivilisten und loyale Sicherheitskräfte.

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