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Wegen Terroranschlägen: Massiver Mitgliederzuwachs für die AfD

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  • AfD verzeichnet Eintrittswelle nach Terrorattacken
  • Gut vier Prozent mehr Mitglieder in nur vier Tagen
  • Doch auch in den vergangenen Monaten wuchs die Mitgliederzahl der rechten Partei nach HuffPost-Recherchen rasant an
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Die AfD verzeichnet seit Beginn der Terrorserie in Deutschland spürbar mehr Parteieintritte. Das berichtet "Bild" unter Berufung auf parteiinterne Statistiken.

Demnach seien seit 18. Juli, dem Tag des Axt-Attentats in Würzburg, 933 Personen neu in die Partei eingetreten. Das entspricht einem Zuwachs von gut vier Prozent in nur wenigen Tagen.

Der Zeitung zufolge hat die AfD jetzt gut 24.000 Mitglieder. Dies seien so viele wie nie zuvor.

Der AfD-Bundeschef Jörg Meuthen führt die Entwicklung unmittelbar auf den Terror und die Asylpolitik der Bundesregierung zurück. Der "Bild" sagte er: „Je schlimmer die Terror- und Asylkrise sich entwickelt und je deutlicher darüber hinaus wird, dass Frau Merkel keine Lösungen hat, desto mehr Menschen kommen zu uns.“

Bereits in den vergangenen Monaten massiver Anstieg

Die AfD habe die Probleme als einzige Partei früh erkannt. Dass auch weite Teile der CSU von Beginn an eine mögliche Gefahr für die deutsche Sicherheit durch Zuwanderung thematisiert hat, klammert er freilich aus.

Allerdings wuchs die rechte Partei bereits vor den jüngsten Terror- und Amokattacken massiv an. Das hatte zuletzt eine Umfrage der Huffington Post unter deutschen AfD-Landesverbänden ergeben. So waren etwa in Thüringen im ersten Halbjahr 2016 doppelt so viele Menschen der Partei beigetreten wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Auch der größte AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen registrierte 897 Parteieintritte zwischen Anfang Januar und Ende Juni diesen Jahres. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr verbuchte die AfD in NRW lediglich 618 Neueintritte.

Politologe Hartleb: AfD profitiert von Unzufriedenheit der Bürger

Doch die Gründe für das AfD-Hoch liegen keineswegs nur in der Sicherheits-und Flüchtlingspolitik: “Die AfD hat weiter Erfolg, weil der allgemeine Grad der Unzufriedenheit immer noch hoch ist bei vielen Bürgern", sagt etwa der Politologe Florian Hartleb, der Huffington Post.

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