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Mega-Ärger um Lieferdienste: Darum brauchen Pakete oft ewig, bis sie ankommen

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PAKET
Eine Paketzustellerin mit den Lieferungen eines Tages | Reuters
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Gekauft, gezahlt - aber nicht geliefert: Wenn das Schnäppchen aus dem Onlinehandel einfach nicht zuhause auftauchen will, könnte man verrückt werden. Gründe gibt es viele.

Jedes Paket hat eine ganz eigene Geschichte, heißt es bei der der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Doch obwohl der Pakettransport zwischen A und B eigentlich nur zwei Tage dauern sollte, entwickelt sich daraus eine schier unendliche Reise.

Die Wege des Pakets sind unergründlich

Ein Beispiel gefällig? Ein 58-Jähriger bestellte sich laut der Zeitung zu Weihnachten zwölf Flaschen Champagner. Silvester will man nun mal nicht auf dem Trockenen sitzen.

Doch die Lieferung - ihr ahnt es - kam niemals an. Der Paketdienst lieferte den Sekt in einer Zahnarztpraxis im selben Haus ab. Doch der wirkliche Empfänger erfuhr davon nichts, und die Praxis war über den Jahreswechsel geschlossen.

Die Paketdienste sind die Übeltäter

Beschwerden darüber häufen sich: "Am häufigsten geht es um Zusteller, die ohne zu klingeln, die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten werfen, obwohl die Empfänger anwesend sind", zitiert die "WAZ" einen Juristen der Verbraucherzentrale NRW.

Und alle Lieferanten kommen bei den Beschwerdeportalen der Verbraucherschützer weniger gut weg - ganz gleich ob DHL, Hermes oder DPD. Bei Amazon tummeln sich alle möglichen Anbieter. So könne es durchaus sein, dass der eine Einkauf von DHL, der andere wiederum mit UPS nach Hause kommt. Alle Anbieter haben zudem ihre Eigenarten, um mit fehlgeschlagenen Lieferungen umzugehen.

Mehr als 5.000 Beschwerden

Seit dem vergangenen Dezember gibt es bei der Verbraucherzentrale NRW ein Beschwerdeportal. Dort können Verbraucher ihren Unmut über nicht oder verspätete Lieferungen kundtun.

"Mehr als 5.000 Verbraucher haben dies bislang genutzt", erklärt ein Mitarbeiter der Zentrale. "Doch mit so viel Beschwerden haben wir anfangs nie gerechnet."

Amazon geht eigene Wege

Der Markt der Paketzulieferer ist hart umkämpft. Der Druck, der auf den Zustellern lastet, ist groß. Auf dem Beschwerdeportal können auch Zulieferer ihre Erlebnisse veröffentlichen.

"Eine Frau musste wegen mir zweimal rangieren, um auf den Parkplatz zu kommen. Daraufhin wurde ich von ihr auf das Übelste beschimpft und zweimal bespuckt." Kein Einzelfall, beschreibt es ein Paketbote.

In München geht Branchenprimus Amazon eigene Wege: Dort liefert der Onlinehändler in einem Pilotprojekt seine Waren selbst aus. Sicher ist sicher.


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(tos)