Huffpost Germany

Keine zehn Kinobesucher für "Tschiller: Off Duty"?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Til Schweiger findet trotz massiven Schusswaffeneinsatzes kaum Zuschauer für seinen Film

Manche Fehler werden auch nicht besser, wenn man sie ein zweites Mal begeht. Vielleicht ist der Kino-Ausflug von Til Schweigers "Tatort"-Ermittler Nick Tschiller so ein Fall: Im Frühjahr war der Film "Tschiller: Off Duty" an den Kinokassen gefloppt. Nun hat Schweiger (52, "Honig im Kopf") den seiner Ansicht nach "besten deutschen Actionfilm" ein zweites Mal in die Lichtspielhäuser gebracht. Und die Sache damit nur noch peinlicher gemacht - sofern aktuelle Recherchen des "Tagesspiegel" zutreffen.

Denn während "Tschiller" beim ersten Start wenigstens noch knapp 280.000 Besucher überzeugen konnte, scheint der zweite Anlauf vergangene Woche wirklich desaströs verlaufen zu sein. Laut "Tagesspiegel" hat es der Film nicht in die Top 100 der Kinocharts geschafft - für Rang 100 hätten offenbar zehn Besucher gereicht. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass der Schweiger-Streifen buchstäblich bundesweit vor leeren Kinosälen gelaufen ist. Ob diese Überlegung zulässig ist, oder "Tschiller" aus anderen Gründen im Ranking fehlt, ist unklar. Der Filmverleih Warner Bros. äußerte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu dieser Frage.

Wie Til Schweiger und Helene Fischer zusammen "Tatort"-Premiere feierten, das können Sie bei Clipfish noch einmal sehen

Nur noch ein Kino

Gestützt wird die These vom epochalen Flop allerdings auch von der Webseite "quotenmeter.de". Ihr zufolge war "Tschiller: Off Duty" vergangene Woche in 90 Kinos gestartet - und bereits zum Montag aus (fast) allen Programmen wieder gestrichen worden. Lediglich in einem einzigen Aachener Kino werde der Film noch ein letztes Mal gezeigt, heißt es dort.

Auch Til Schweiger selbst ist seit dem Starttermin in den sozialen Netzwerken verstummt. Am 21. Juli hatte er noch hoffnungsfroh auf Facebook gepostet: "Ab heute wieder im Kino! Tschiller! Off Duty! :D" Seither herrscht Funkstille. Vom Tisch sein dürfte so oder so Schweigers These "Tschiller" sei nur Opfer einer unglücklichen Konstellation im Fernsehen geworden: "Ich glaube ja, dass viele Leute durch die 'Tatort'-Verschiebung im letzten Jahr dachten, der Kino-'Tatort' sei auch ein Fernsehfilm", hatte er vor Wochenfrist in der "Bild-Zeitung" gemutmaßt. Verwechslungsgefahren gab es nun, mitten in der "Tatort"-Sommerpause, wirklich nicht mehr.