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Mutter bleibt nachts mit ihrem Auto liegen - plötzlich klopft ein Fremder an ihre Scheibe

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Eine vierfache Mutter wollte nur schnell mit ihren Kindern zum Einkaufen fahren. Doch dann sprang ihr Auto, das nicht mehr intakt war, plötzlich nicht mehr an. Passanten verwahrten ihr Hilfe, ihre Kinder schrien und hatten Hunger.

Inmitten des Chaos kam es zu einer schicksalshaften Begegnung. Diese beeinflusste sie und ihr Denken so sehr, dass sie die Erfahrung in einem bewegenden Post auf Facebook veröffentlichte.

"Ich bin die alleinerziehende Mutter von vier wunderschönen Mädchen. Sie sind neun, sechs, zwei und sechs Wochen alt. Seit mein Ex uns verließ, musste wir schwere Zeiten durchmachen.

Mein Auto hatte einen Platten, den ich kontinuierlich mit Luft aufpumpen musste. Die elektronische Fenster-Öffnung war kaputt. Zudem brauchte ich einen neuen Wechselstromgenerator. Das Auto war Schrott. Und wir fuhren nur damit, wenn es nicht anders ging.

Eines Tages mussten wir dringend zum Einkaufen fahren. Also fuhren wir zum neun Block entfernten Winn Diexie Store.

Als wir den Laden verließen, war es draußen schon dunkel und es schüttete.

Ich habe meine Kinder und die Einkäufe im Laden verstaut. Startete das Auto - und nichts passierte. Kein Klicken. Nichts.

Eines meiner Mädchen ließ aus Versehen ein Licht im Auto an. Die Batterie war leer. Mein Handy fand kein Netz. Ich hatte also niemanden, mit dem ich sprechen konnte und war komplett auf mich alleine gestellt.

Ich stieg aus, öffnete die Motorhaube und versicherte mich, dass die Batterie sich nicht gelöst hatte. Hatte sie nicht.

Ich habe sicher an die 20 Leute gefragt, ob sie uns mitnehmen können. Sie haben mich alle ignoriert und nicht einmal "Nein" gesagt. Sie haben mich behandelt, als würde ich nicht existieren.

Meine 5-jährige Tochter hatte einen kleinen Zusammenbruch, mein Neugeborenes schrie, meine Zweijährige weinte vor Hunger und meine Älteste versuchte verzweifelt, mir zu helfen.

Ich heulte und fühlte mich wie die schlechteste Mutter auf der Welt.

Dann klopfte es an meiner Fensterscheibe. Es war ein älterer, hinkender Mann, vermutlich 74 Jahre alt.

Ich öffnete die Tür. Er gab mir einen Teller mit Hühnerstreifen und Kekse von der Tanke und eine Flasche Wasser.

'Geben sie das ihren Kindern – und gönnen sie sich auch selbst was, junge Dame. Ein Abschleppwagen ist schon am Weg und meine Frau kommt auch gleich. Sie wird euch nach Hause bringen.'

Bald danach kam sie – und kurz darauf der Abschleppwagen. Die Frau brachte uns nach Hause.

Am nächsten Tag kam der alte Herr mit einem Mechaniker vorbei, der meine Batterie austauschte und mein Fenster reparierte.

Dann ging der ältere Herr und kam nicht mehr wieder. Als ich en Mechaniker fragte, was ich ihm schulde und ob ich auf Rechnung zahlen könnte, lachte er mich an und erzählte mir, dass der alte Mann bereits für alles gezahlt hat.

Er erzählte mir auch, dass der ältere Herr nur eine einzige Bezahlung von mir haben will: Dass ich niemals aufgebe und immer so eine hervorragende Mutter bleibe.

Ich habe niemals so viel in meinem Leben geweint. Alles schien wahnsinnig schrecklich. Ich kann es nicht einmal in Worte fassen.

Ohne uns oder unsere Situation zu kennen, hat uns dieser nette Mann geholfen. Mehr als er jemals wissen wird.

Er brachte mir meinen Glauben zurück, als ich selbst nicht mehr glaubte. Aber er würde nicht mal eine Umarmung als Dank annehmen.

Ich werde ihm niemals danken können. Aber ich hoffe, dass ich eines Tages, das was er für mich getan hat, für einen anderen Menschen tun kann"

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