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Neues Gen entdeckt: Ice Bucket Challenge von 2014 finanziert Forschungsdurchbruch

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ICE BUCKET CHALLENGE
Angels Baseball LP via Getty Images
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Wer erinnert sich nicht an die Ice Bucket Challenge. 2014 waren die Social-Media-Feeds voll mit Videos von Menschen, die sich Kübel mit eiskaltem Wasser über den Kopf schütteten und anschließend Bekannte und Freude dazu aufriefen, es ihnen gleich zu tun. Zusätzlich sollten sie Geld für die Bekämpfung der Krankheit ALS spenden.

Bei der degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erleiden Betroffene vor allem einen Verlust der Bewegungsfähigkeit.

Sogar Schlagersternchen Helene Fischer und internationale Show-Größen wie die amerikanische Talkshow-Legende Oprah Winfrey und Popsängerin Lady Gaga machten mit.

Die Aktion wurde 2014 zum viralen Hit und Zielscheibe starker Kritik. Viele sahen in der Aktion nur reine Selbstdarstellung.

Hoffnung auf neue Behandlungsmöglichkeiten

Aber damit lagen sie ziemlich daneben. Wissenschaftler der ALS Association (eine nicht kommerzielle Organisation, die sich der Erforschung der Krankheit widmet) haben jetzt bekannt gegeben, dass das damals gesammelte Geld einen Forschungsdurchbruch ermöglichte, der eine Behandlung der Krankheit möglich machen könnte.

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Das liegt auch daran, dass die Spendenaktion finanziell gesehen ein Riesenerfolg war. In den ersten 30 Tagen wurden etwa 100 Millionen US-Dollar und insgesamt mehr als 220 Millionen US-Dollar gespendet. So berichtete es im vergangenen Jahr das Newsportal "CBS-News".

Forschungsdurchbruch mit Spendengeldern finanziert

Mit den Spendengeldern wurden mehrere Forschungsprojekte finanziert. Eines davon war das Project MinE. Dessen Forscher verkündeten am vergangenen Montag, dass sie ein neues Gen identifizieren konnten, das mit der Krankheit in Zusammenhang steht.

Das Gen, von Forschern NEK1 getauft, steht zwar nur mit 3% der ALS Fällen in Verbindung, die Forscher sprechen jedoch trotzdem von einem möglichen Durchbruch in der Bekämpfung der Krankheit. Denn mit der Entdeckung des Gens erhoffen sie sich, eine neue Art von Gentherapie entwickeln zu können.

Jede Teilnahme hat geholfen

Brian Frederick, Vizepräsident des Kommunikationsdepartments der ALS Association ist euphorisch. "Die Entdeckung des neuen Gens wird uns helfen, ALS und seine Ursachen besser zu verstehen und bessere Heilungsansätze zu finden."

Und obwohl man sich noch in dem Anfangsstadium der Entdeckung befinde, seien es "spannende Neuigkeiten, denn es zeigt, dass jeder, der bei der Ice Bucket Challenge mitgemacht hat zum Forschungserfolg beigetragen hat", sagte Frederick dem britischen Guardian.

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(ben)