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Orban lobt Trumps Antiterror-Politik: "Ich hätte es nicht besser formulieren können"

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ORBAN
"Ich hätte es nicht besser formulieren können"- Orban lobt Trumps Antiterrorismus Politik | ASSOCIATED PRESS
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  • Der ungarische Regierungschef entdeckt seine Begeisterung für Trump
  • Vor allem seine Ideen zur Terrorbekämpfung haben es Orban angetan

Multimilliardär und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump erntet nur selten internationales Lob. Doch mit seinen Ideen zur weltweiten Bekämpfung des Terrorismus stößt er bei dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban offensichtlich auf Begeisterung.

Bei einer Rede im rumänischen Kurort Baile Tusnad verkündete der ungarische Regierungschef er hätte sich die Vorschläge Trumps angehört und "hätte es, selbst als Europäer, nicht besser formulieren können, was Europa derzeit braucht." Das berichtet die Medienagentur AP.

Unterstützung für Trump überrascht nicht

Insbesondere Trumps Idee die Einwanderung von Muslimen durch einen Mauerbau zu stoppen, hat es Orban angetan.

Orban hatte schon im vergangenen Jahr nach einer ähnlichen Maxime gehandelt, als Ungarn seine Grenzen zu Serbien und Kroatien schloss, um den starken Flüchtlingsstrom aus der Türkei via Griechenland zu stoppen.

Dass Orbans Unterstützung eher Trump als der demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton gilt, ist nicht überraschend. Clinton kritisierte 2011 als damalige US-Außenministerin bei einem Staatsbesuch in Ungarn Orbans rechtspopulistische Agenda.

Außerdem prangerte sie die Korruption in der ungarischen Regierung und die Gefährdung der Pressefreiheit an.

Nicht ganz einer Meinung

In einem Punkt gehen die Meinungen des ungarischen Regierungschefs und des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten jedoch auseinander.

Während Trump muslimische Einwanderer als Hauptquelle des Terrors deklariert, sieht Orban das Problem eher in den Führungsschwächen der EU-Regierung.

"Die EU macht sich etwas vor, wenn sie sich als globalen Spieler sieht," sagte Orban. "Diese Ära ist spätestens mit dem Brexit zu Ende gegangen."

"Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass unser Problem nicht in Mecca liegt, sondern in Brüssel," sagte Orban. "Die Regierungsvertreter in Brüssel sind unsere Hürde, nicht der Islam."

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