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Michelle Obama stiehlt mit dieser Rede Clinton die Show

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OBAMA
First Lady Michelle Obama teilt gegen Trump aus | ASSOCIATED PRESS
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  • Standing Ovations bekam First Lady Michelle Obama bei ihrer Rede auf der Convention der US-Demokraten
  • Anhänger wie Kritiker schwärmen von einer "Jahrhundertrede"
  • Clinton stiehlt sie die Show und kritisierte Trump

Dass die Gattin des US Präsidentin, Michelle Obama, kein großer Fan des Republikaners und US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ist, sollte bereits bekannt sein.

Bei dem Parteitag der US-Demokraten teilte sie jetzt gegen den Multimilliardär aus und begeisterte damit die Mengen. Kritiker sprechen von einer "Jahrhundertrede".

Obama verdeutlichte am ersten Tag der dreitätigen Veranstaltung ihre Unterstützung für Trump-Gegnerin Hillary Clinton und betonte in ihrer Rede unter anderem das Durchhaltevermögen, das Clinton 2008 im Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur gegen den jetzigen US-Präsidenten bewies.

"Als sie vor acht Jahren die Wahl nicht gewann, wurde sie nicht sauer oder desillusioniert", sagte Obama über Clinton. "Sie packte nicht einfach ihre Sachen und ging nach Hause. Denn als wahre Dienerin des Volkes weiß Hillary, dass es hier um viel mehr geht als um ihre eigenen Bedürfnisse und Enttäuschungen."

Obama: "Politik lässt sich nicht in 140 Zeichen zusammenfassen"

Clinton wäre die Einzige, der die Zukunft des amerikanisches Volkes guten Gewissens anvertraut werden kann.

"Das zukünftige Staatsoberhaupt muss jemand sein, der weiß, dass die Probleme, die ein Präsident vor sich hat, nicht einfach schwarz oder weiß sind und sich nicht auf 140 Zeichen reduzieren lassen", erklärte die First Lady in ihrer Rede.

Es war eine deutliche Anspielung auf Trumps Affinität für und das häufige Nutzen von wütenden Twitter-Nachrichten in seiner Kampagne.

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Weiter sagte Obama: "Wenn du Gesetzestexte zu Nuklearwaffen vor dir liegen hast und das Militär unter deinem Kommando steht, kannst du keine voreiligen und unüberlegten Entscheidungen treffen. Du kannst nicht dünnhäutig sein oder eine Tendenz zu Wutausbrüchen haben. Du musst stabil, überlegt und gut informiert sein."

Für das hält Präsidentengattin Obama den republikanischen Präsidentschaftskandidaten offenbar nicht, wie sie im weiteren Verlauf ihrer Rede durch, nur ganz leicht versteckte, Anspielungen deutlich machte.

"Wenn wir mit unseren Töchtern reden, erklären wir, dass wir uns nicht auf das selbe Level begeben, wenn jemand gemein ist oder mobbt. Unser Motto ist: Wenn ihr Niveau runter geht, geht unseres hoch."

"Ich wache jeden Morgen in einem von Sklaven gebauten Haus auf"

Emotionaler Höhepunkt der Rede war jedoch der Teil, in dem die First Lady über ihre zwei Töchter spricht.

"Ich wache jeden Morgen in einem Haus auf, das von Sklaven gebaut wurde", sagte sie fast unter Tränen. Anschließend verdeutlicht sie, wie weit sich die US-amerikanische Gesellschaft seitdem entwickelt hat.

"Heute spielen meine Töchter im Garten des Weißen Hauses. Wegen Hillary Clinton nehmen meine Töchter und die Kinder unserer Nation es als gegeben, dass eine Frau Präsidentin der Vereinigten Staaten werden kann."

Michelle Obama: "USA ist das großartigste der Welt"

Für einen eindrucksvollen Abschluss sorgen Obamas letzte Sätze - ein patriotischer Appell angelehnt an den American Dream und gleichzeitig ein Fingerzeig auf Trumps Wahlkampagne, in der er sich vor allem an den Teil der Bevölkerung wendet, die denkt, früher sei alles besser gewesen.

"Lasst euch von niemanden sagen, dass unser Land nicht großartig ist. Dass wir es aus irgendeinem Grund wieder großartig machen müssen. Denn jetzt, in diesem Moment, ist dieses Land das großartigste auf der Welt."

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(jk/cho)