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Europol warnt vor Hunderten potenziellen Terroristen in Europa

Veröffentlicht: Aktualisiert:
NICE TERROR
Polizisten nach dem Anschlag in Nizza | VALERY HACHE via Getty Images
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  • Laut Europol schickt der IS nicht systematisch als Flüchtlinge getarnte Terroristen nach Europa
  • Potenzielle Angreifer seien meist EU-Bürger, die aus Kriegsgebieten zurückkehren
  • Von denen geben es allerdings einige Hundert

Nizza, Würzburg, Ansbach - Europa und Deutschland erleben derzeit eine Terrorwelle. Und nicht nur die Attentate zeigen: Europa ist weiterhin Zielscheibe radikalisierter Islamisten.

Wie ein Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zeigt, schätzt die europäische Polizeibehörde Europol die Zahl potenzieller islamistischer Terroristen in Europa auf mehrere Hundert. Dabei handele es sich um radikalisierte Personen aus der EU, die nach Syrien oder in den Irak gereist seien, um dort für die Terrormiliz IS zu kämpfen, und nun wieder zurückgekehrt seien.

Viele Experten befürchteten, dass diese Kämpfer als Flüchtlinge getarnt nach Europa zurückgekehrt sind. Dem widerspricht Europol allerdings.

IS nutzt Flüchtlingsbewegung nicht systematisch

Nach Ansicht von Europol nutzt die Terrororganisation IS die Flüchtlingsbewegung nicht systematisch, um Terroristen in die EU einzuschleusen. "Darauf gibt es keine konkreten Hinweis", sagte ein Europol-Sprecher.

"Mitglieder terroristischer Gruppen oder zurückkehrende ausländische Kämpfer mit EU-Pass reisen in der Regel mit echten oder gefälschten Pässen in die EU ein - und verlassen sich nicht auf Schlepperbanden für Flüchtlinge", teilte die Polizeibehörde der "NOZ" mit.

"Hunderte potenzielle Terroristen"

Europol beziffert die Zahl der "foreign fighters", also ausländische Kämpfer aus der EU vor allem in Syrien und dem Irak, auf inzwischen insgesamt rund 5000. Davon seien etwa ein Drittel, rund 1500 bis 1800, in die EU zurückgekehrt.

"Viele davon haben weder die Absicht noch die Fähigkeit, terroristische Anschläge zu verüben", schrieb Europol. "Dennoch bleiben hunderte potenzielle Terroristen übrig, die eine Gefahr für die Sicherheit in Europa darstellen." Die nationalen Behörden würden gegen diese Verdächtigen intensiv ermitteln, Europol unterstütze die Behörden dabei.

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