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Ansbacher Anschlag laut bayerischem Innenminister "Racheakt gegen Deutsche"

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ANSBACH
Zum Anschlag in Ansbach soll es ein Bekennervideo geben | dpa
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  • Auf dem Handy des mutmaßlichen Attentäters von Ansbach wurde ein Bekennervideo gefunden
  • Auf seinem Laptop wurden Materialien zum Bombenbau gefunden
  • Das sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in einer Pressekonferenz am Montag

Auf einem Laptop des mutmaßlichen Attentäters von Ansbach sind Materialien zum Bombenbau und islamistische Videos gefunden worden. Ermittler haben zudem auf dessen Handy ein Bekennervideo gefunden. Das sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in einer Pressekonferenz am Montagnachmittag.

Das Video sei aus dem Arabischen übersetzt worden. Demnach kündigte der Täter einen Racheakt gegen Deutsche als Vergeltung an, weil sie Muslime umbrächten.

Der Mann im Video bezöge sich zudem auf Abu Bakr al-Baghdadi, den Anführer der Terrormiliz IS, sagte Herrmann.

Herrmann: Beleg zu einer IS-Verbindung fehlt

Vieles deute auf "einen islamistischen Hintergrund" der Tat hin, teilte der Innenminister auf der Pressekonferenz mit. Aber es gebe noch keinen Beleg zu Verbindungen zum IS.

Es sei offenbar ein "Selbstmordanschlag" gewesen. Die Bombe sei darauf ausgerichtet gewesen, "besonders viele Menschen zu töten". Dass nicht mehr Menschen verletzt wurden, sei ein eher "glücklicher Umstand" gewesen.

Insgesamt wurden bei der Explosion in der Ansbacher Innenstadt 15 Menschen verletzt. Der Tote ist vermutlich der Täter selbst.