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Ansbach-Bomber erhielt kurz vor der Tat Abschiebeanordnung

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ANSBACH
Attentäter von Ansbach erhielt kurz vor der Tat Abschiebeanordnung. | DANIEL KARMANN via Getty Images
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  • Attentäter von Ansbach erhielt kurz vor der Tat Abschiebeanordnung
  • Zuvor war er lange aufgrund von Attesten, die ihm eine psychische Erkrankung bescheinigten, nicht ausgewiesen worden

Der Attentäter von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) kurz vor seiner Tat eine Abschiebeanordnung erhalten. Ob diese Anordnung die Attentatsabsicht beschleunigt habe, sei im Moment aber Spekulation, sagte Herrmann am Montag in der ARD. Der 27-jährige Syrer sollte nach Bulgarien abgeschoben werden.

In Deutschland sei bereits mit Bescheid vom 2. Dezember 2014 der Asylantrag des Syrers abgelehnt und die Abschiebung nach Bulgarien angeordnet worden, hatte zuvor Bundesinnenminister Thomas de Maizière bereits am Nachmittag bei einer Pressekonferenz betont. Das Verwaltungsgericht in Ansbach habe diesen Beschluss bestätigt, sagte de Maizière weiter.

Abschiebung nach Bulgarien stand bevor

Dann seien im Rahmen des Gerichtsverfahrens medizinische Atteste vorgelegt worden, aus denen hervorging, dass Asylbewerber "psychisch labil" gewesen sei. Daher sei die Abschiebeandrohung zunächst aufgehoben worden.

Am 13. Juli, also nur wenige Tage vor der Tat habe es dann eine neue Ausreiseaufforderung gegeben - verbunden mit einer erneuten Abschiebeandrohung nach Bulgarien. Er sollte zunächst freiwillig ausreisen.

Der Flüchtling war über Bulgarien in die Europäische Union eingereist und als Asylbewerber registriert worden. Später war er nach Deutschland weiter gereist. Deshalb sollte er gemäß dem Dublin-Ankommen in den Balkan-Staat ausreisen.

Zu einer Abschiebung kam es jedoch nicht mehr. Mohammad D. hat sich am Sonntagabend mit einem Sprengsatz selbst getötet und dabei 15 Menschen verletzt.

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