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"Extreme Sicherheitsüberprüfungen": Trump stellt Deutsche unter Terrorverdacht

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  • Im Kampf gegen den Terror will Donald Trump auch Europa stärker ins Visier nehmen
  • Deutschland und Frankreich seien an der Bedrohung durch den Terrorismus selber schuld
  • Eine Zusammenfassung des Textes seht ihr im Video oben

Nur kurz nach dem schrecklichen Terrorakt von Würzburg und dem lange geplanten Amoklauf in München mit zahlreichen Toten hat Donald Trump die Deutschen ins Visier genommen. Um im Kampf gegen den Terror bestehen zu können, hat der republikanische Präsidentschaftskandidat "extreme Sicherheitsüberprüfungen" für Einreisende aus bestimmten Ländern ins Auge gefasst. Diese beinhalten auch besondere Auflagen für Zuwanderer aus Deutschland und Frankreich.

"Es ist ihre eigene Schuld"

In beiden Staaten gebe es laut Trump aktuell "spezielle Probleme". Sowohl Frankreich als auch Deutschland seien besonders von Anschlägen bedroht. "Wir müssen hart sein. Wenn eine Person nicht nachweisen kann, was sie nachweisen muss, kommt sie nicht in dieses Land", forderte der 70-Jährige im Interview mit dem Fernsehsender NBC.

Die betroffenen Staaten seien an ihren Problemen selbst Schuld: "Und wissen Sie warum? Es ist ihre eigene Schuld. Weil sie Leute auf ihr Gebiet gelassen haben."

"Wir müssen stark sein"

Gleichzeitig spekulierte der Kandidat, dass die USA den Punkt erreichen könnten, an dem nicht mehr viele Ausländer in die USA kommen dürften. "Wir müssen stark, schlau und aufmerksam sein", so Trump.

In dem Interview erneuerte Trump noch einmal seine ablehnende Haltung zur Europäischen Union: Er tönte, die EU wurde einzig aus dem Grund erschaffen, "um die USA beim Geldverdienen zu übertreffen".

Er verglich den Staatenbund mit einem Konsortium: "Denn nur zusammen konnten sie es mit den USA aufnehmen".

Trump wurde während des viertägigen, teils von Tumulten innerhalb und außerhalb der Veranstaltungshalle überschatteten Parteitags offiziell zum republikanischen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 8. November gekürt.

Nicht nur Harmonie in Cleveland

Auch sein "Vize", der Gouverneur von Indiana, Mike Pence, wurde von den Delegierten der konservativen Partei bestätigt. Aufregung gab es vor allem um Ted Cruz: Trumps ärgster Rivale während der innerparteilichen Vorwahlen verzichtete in seiner Rede auf eine Wahlempfehlung für den Immobilienmilliardär.

Bereits während seiner Nominierungsrede am Donnerstag brachte Trump seine von ihm als "extreme vetting" titulierten Sicherheitsvorkehrungen ins Spiel. Gleichwohl forderte der Neu-Politiker, die umgehende Aussetzung jeglicher Einwanderung aus allen Ländern auszusetzen, die von terroristischen Attacken betroffen sind.

Trumps Rivalin Hillary Clinton wird in der kommenden Woche auf dem demokratischen Parteitag in Philadelphia zur Präsidentschaftskandidatin gekürt. Sie zieht mit dem früheren Gouverneur von Virginia, Tim Kaine, in den Kampf ums Weiße Haus.

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