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"Sie rastete bei leisester Kritik aus": Ex-Mitarbeiter rechnen mit Petra Hinz ab

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HINZ
dpa
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  • Nach der Niederlegung ihres Bundestagsmandat droht Petra Hinz weiteres Ungemach
  • Ex-Mitarbeiter werfen der SPD-Politikerin Mobbing vor
  • Niemand hätte es lange mit Hinz ausgehalten

Nachdem bekannt geworden war, dass die Essener Bundestagsabgeordnete Petra Hinz ihren Lebenslauf gefälscht hat, legte die SPD-Politikerin ihr Mandat nieder.

Nun werden verstärkt Klagen von Hinz' früheren Mitarbeitern laut. Der Vorwurf: Niemand habe es lange mit der Politikerin ausgehalten.

Bereits Ende Juni brachte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" wenig Schmeichelhaftes zutage: Das Berliner Büro der Abgeordneten soll laut Mitarbeitern ein Ort sein, an dem „persönliche Beleidigungen, Diffamierung, Mobbing, ständige Überwachung und Maßregelung sowie Übertragung von demütigenden Aufgaben zum täglichen Umgangston gehören.“

"Ich habe es nicht ausgehalten"

Auch ein ehemaliger studentischer Mitarbeiter bestätigte nun gegenüber der "WAZ" die Anschuldigungen: "Ich habe es nicht ausgehalten", erklärte der Historiker, der vor sechs Jahren ein halbes Jahr im Büro von Hinz gearbeitet hatte.

Den Umgangston beschreibt er als "barsch" und "verletzend", bei der "leistesten Kritik rastete Frau Hinz aus", so Kirsten. Regelmäßig sei es vorgekommen, dass junge Frauen heulend aus dem Büro der SPD-Politikerin gestürzt seien.

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Sehr hohe Fluktation

Auffällig war auch, dass unter den Mitarbeitern der SPD-Frau eine sehr hohe Fluktuation herrschte. "Frau Hinz lebte offenkundig in der ständigen Angst hintergangen zu werden", sagt der Mann der "WAZ". Möglicherweise lebte Hinz in ständiger Sorge, dass ihre Lebenslüge enttarnt werden könne.

Die Politikerin selbst wies alle Anschuldigungen zurück: Gegenüber der Zeitung sprach von einer "Keule der Verleumdung".

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