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Münchner Amokläufer plante die Tat seit vergangenem Sommer

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EINKAUFSZENTRUM
Münchner Amokläufer verfasste vor der Tat ein Manifest | FOL
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  • Der 18-jährige Amokläufer von München soll seine Tat bereits lange geplant haben
  • In seinem Zimmer wurde ein Manifest gefunden, dass er vor der Tat geschrieben hatte
  • Das LKA gab am Sonntagmittag zahlreiche Details der Tat bekannt

Der Amokläufer von München soll seine Tat seit vergangenem Sommer geplant haben. Das bestätigte der bayerische LKA-Präsident Robert Heimberger auf einer Pressekonferenz. Auf seinem Computer soll der 18-jährige Deutsch-Iraner ein Manifest, das er zu seiner Tat geschrieben hatte, gespeichert haben.

Das Manifest wird derzeit ausgewertet.

Täter lockte Jugendliche zum Tatort

Zudem bestätigte das Landeskriminalamt, dass der mutmaßliche Täter mit einem falschen Facebook-Account junge Opfer zum Schnellrestaurant locken wollte, wo er begann, auf Menschen zu schießen. Der 18-Jährige hatte seine Facebook-Freunde dazu aufgefordert, zum Mc Donald's zu kommen. Dort würde er ihnen etwas spendieren.

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Opfer über Facebook angelockt

Inwieweit die Lock-Aktion des Täters erfolgreich war, ist noch nicht bekannt. Die Jugendlichen, die unter dem Facebook-Post des gefälschten Accounts kommentierten, sind nach aktuellen Informationen nicht unter den Opfern.

Zudem bestätigte das LKA, dass die Tatwaffe eine reaktivierte Theaterwaffe war, also eine Deko-Waffe, die ursprünglich einmal unscharf gemacht worden war. An die Waffe soll der Täter über das so genannte Darknet gekommen sein.

Insgesamt starben bei dem Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen. Danach erschoss sich der mutmaßliche Täter selbst.

Tatwaffe war eine Theater-Waffe

Die LKA erklärte, der mutmaßliche Täter sei im Jahre 2015 zwei Monate in stationärer Behandlung gewesen. Der Tatverdächtige soll Angstzustände gehabt haben, so genannte soziale Phobien. Zudem litt der Schüler unter Depressionen.

Im Jahre 2012 soll der Täter eine "Mobbing-Episode" erlebt haben.

Über die Aussagen von Mitschülern, die sich in verschiedenen Medien zum Täter äußerten, könnten die Behörden noch nichts sagen, erklärten die LKA-Beamten auf der Pressekonferenz. Gestern hatten verschiedene Medien Mitschüler zitiert, die aussagten, der verdächtigte Deutsch-Iraner hätte gedroht, seine Mitschüler "alle umzubringen".

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