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"Wären wir an der Macht, wäre das nicht passiert": Vermeintlicher AfD-Praktikant sorgt für Skandal

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"Wären wir an der Macht, wäre das nicht passiert": Vermeintlicher AfD-Praktikant sorgt für Skandal | JOHN MACDOUGALL via Getty Images
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Nachdem im baden-württembergischen Reutlingen ein Mann mit einer Machete eine Frau tötete und zwei weitere Menschen verletzte, verbreitete ein Twitter-Account mit Namen des AfD-Kreisverbands Reutlingen eine geschmacklose Hetznachricht gegen Muslime. Darauf ruderte er zurück.

Ein Praktikant habe die Tweets verfasst, war für einige Minuten auf dem Account zu lesen. Dann wurde er deaktiviert.

"Wären wir an der Macht ,wäre dies nicht passiert", hatte es in dem ersten Tweet des vermeintlichen Partei-Accounts geheißen. Dazu verwendete er den Hashtag #Terroranschlag. Bislang gibt es jedoch keine Anzeichen für einen terroristischen Hintergrund der Tat von Reutlingen. Es ist derzeit von einem Amoklauf auszugehen.

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Doch damit nicht genug. Über den Account wird das Statement verteidigte. "Er ist ein Moslem gewesen. Von daher ist der Hintergrund klar", heißt es.

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Mittlerweile ist der Twitter-Account deaktiviert worden. Der AfD-Kreisverband Reutlingen hat gar bestritten, den Account zu betreiben. In einem Statement heißt es:

Der Kreisverband Reutlingen unterhält keinen Twitteraccount und hat auch nie einen unterhalten. Außerdem gibt es bei uns keine Praktikanten, die in unserem Auftrag etwas veröffentlichen. Dies ist bei einem kleinen Kreisvorstand, der aus 4 Ehrenamtlichen besteht gar nicht möglich.

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(bp)