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Täter soll Opfer per Facebook zum Tatort gelockt haben

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MNCHEN
Ein Facebook-Account soll Opfer zum Tatort gelockt haben | dpa
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  • Der Attentäter von München soll seine Opfer per Facebook zum Tatort gelockt haben
  • Bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag bestätigten die Behörden vorausgegangene Internet-Gerüchte

Scheinbar wahllos schoss der 18-jährige Attentäter am frühen Freitagabend auf Passanten nahe des Olympia-Einkaufszentrum in München.

Doch neueste Ermittlungserkenntnisse der Behörden legen nahe, dass die Opfer vielleicht doch nicht gänzlich beliebig ausgewählt wurden.

"Auffallend viele Minderjährige unter den Opfern"

Demnach soll der Täter, ein Münchner Schüler, einen Fake-Facebook-Account erstellt haben, um seine Opfer in jene McDonald's-Filiale einzuladen, vor der später die ersten Schüsse fielen.

In einer Pressekonferenz am Samstagmorgen bestätigten die Ermittler dementsprechende Gerüchte, die sich zuvor bereits im Internet verbreitet hatten.

Unter den Opfern seien auffallend viele Minderjährige mit Migrationshintergrund, darunter drei Frauen, teilten die Behörden mit.

Ein Video, das den Täter auf dem Dach des Einkaufszentrum zeigt, legt nahe, dass sich der Amoklauf gegen seine Mitschüler richtete.

Facebook-Account lockte zum Tatort

Kurz nach der Tat verbreiteten sich Screenshots eines Facebook-Accounts im Netz, die suggerierten, dass jemand versucht hatte Menschen über Social Media zum Tatort zu locken.

In mehreren Posts scheint der Account am Tag der Tat dazu aufgerufen haben, "um 16 Uhr zum Meggi (Jugendsprache für McDonalds, Anm. d. Redaktion) am OEZ" zu kommen.

Mittlerweile wurde der Account gelöscht. Auf Twitter meldete sich wenig später eine Nutzerin, die behauptete, der Ersteller des Accounts habe ihre Bilder gestohlen und benutzt.

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