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"Leistet Großartiges": Politiker loben Münchner Polizei

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SIGMAR GABRIEL
German Economy Minister Sigmar Gabriel attends a news conference in Berlin, Germany, July 13, 2016. REUTERS/Hannibal Hanschke | Hannibal Hanschke / Reuters
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Nach der Schießerei im Münchner Olympia Einkaufszentrum am Freitagabend twitterten viele Politiker und Promis. Über Schock. Trauer. Und viel Lob an die Polizei.

2300 Einsatzkräfte waren am Freitag wegen des Dramas im Einsatz gewesen, Spezialeinheiten waren zugezogen worden. Die Münchner Polizei hatte die Bevölkerung über Twitter informiert, hatte noch in der Nacht eine Pressekonferenz gegeben.

Und es ist auffällig, wie viel Lob die Beamten für ihre Arbeit in der Nacht bekommen haben. Und das nicht nur von CDU und CSU, sondern auch der SPD.

SPD-Chef Sigmar Gabriel schrieb, die Polizei habe „Großartiges“ geleistet. Herbert Reul, Vorsitzender der Unionsgruppe im Europäischen Parlament, schrieb von einem „großen Einsatz“. Die Zahl der Einsatzkräfte war immens gewesen – auch deswegen, weil lange befürchtet wurde, es seien mehrere Täter gewesen, die auf der Flucht seien. Die Bevölkerung war aufgerufen gewesen, die Autobahnen in Richtung München zu verlassen, um den nachrückenden Helfern den Weg freizumachen. Das Außenministerium unter Frank-Walter dankte den Einsatzkräften und allen, die Deutschland Unterstützung zugesichert hatten, darunter US-Präsident Barack Obama. Während des Abends und der Nacht war die Informationslage chaotisch gewesen, immer wieder kursierten in den sozialen Netzwerken Gerüchte über weitere Schießeren in der Stadt mit 1,5 Millionen Einwohnern. Viele Prominente fanden, dass die Polizei dagegen in ihrer Kommunikation gut dagestanden habe. So auch der Comedian Oliver Pocher: Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hob die Arbeit des Münchner Polizeisprechers Marcus da Gloria Martins hervor. CDU-Generalsekretär Peter Tauber erinnerte daran, dass die Polizisten einen sehr gefährlichen Job zu erledigen hatten. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) fasste sich kurz. Sie schrieb: „Danke“.


Möglich, dass manche Politiker bewusst anders agieren wollten, als etwa Grünen-Politikerin Renate Künast nach der Axtattacke in einem Regionalzug in Würzburg. Sie hatte via Twitter die Frage aufgeworfen, ob es verhältnismäßig gewesen war, den Täter zu erschießen. Der Tweet hatte wütende Reaktionen hervorgerufen.

Möglich aber auch, dass die Polizei in der schrecklichen Situation einfach gut gearbeitet hat.

München: Alle Entwicklungen in unserem Live-Blog

(jkl)

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