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7 Fakten über den Amokläufer von München

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  • Ein 18-jähriger Deutsch-Iraner hat neun Menschen in einem Münchner Einkaufszentrum getötet
  • Die Polizei gab nun neue Informationen über den Täter bekannt

Ein 18-jähriger Deutsch-Iraner hat am Freitagabend neun Menschen in einem Münchner Einkaufszentrum und danach sich selbst erschossen. Die Polizei spricht von einem Amoklauf.

Bei einer Pressekonferenz hat die Polizei Details über die Motive des Täters bekannt gegeben.

Das wissen wir jetzt über den 18-Jährigen.

1. Er hatte keinen islamistischen Hintergrund

Tat und Täter hätten keinen Bezug zum Thema Flüchtlinge, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag. Der Täter sei in München geboren und aufgewachsen. Er sei Schüler - aufgrund der Durchsuchung des Zimmers sei kein Bezug zum IS festzustellen.

2. Er lebte mit seiner Familie in Maxvorstadt

Samstag kurz nach 2 Uhr hat die Polizei die Wohnung des Attentäters von München gestürmt. Der 18-jährige Deutsch-Iraner lebte mit seinen Eltern und seinem Bruder in einer Wohnung im Münchner Stadtteil Maxvorstadt.

Der Vater des Täters ist offenbar Besitzer eines Unternehmens für Dienstleistungen.

Die Familie war am Samstag nach der Tat nicht vernehmungsfähig. „Sie haben auch ihren Sohn verloren“, sagte Polizeipräsident Hubertus Andrä am Samstag in einer Pressekonferenz.

3. Er lockte Menschen bewusst zum Tatort

Der Täter soll laut Polizei einen Facebook-Account gehackt haben, um seine Opfer in die McDonald's-Filiale einzuladen, in der die Tat stattfand.

4. Er schoss vor allem auf junge Menschen

Unter den Opfern sind auffallend viele Minderjährige, darunter drei Frauen. Ein Video, das den Täter auf dem Dach des Einkaufszentrum zeigt, legt nahe, dass sich der Amoklauf gegen seine Mitschüler richtete.

5. Seine Nachbarn ahnten nichts

Betroffen zeigen sich auch die Nachbarn. Ein Nachbar soll den Todesschützen am Freitag noch gesehen haben: „Er wohnte genau neben mir. Ich habe ihn nur ab und zu gesehen und kannte ihn nicht wirklich. Ein Freund von mir war sein Klassenkamerad und sagt, dass er eher ein ruhiger Typ war. Er hat ihn in den Tatvideos erkannt“, sagt der Nachbar der „Bild“-Zeitung.

Vater und Sohn sollen das auch der Polizei gemeldet haben.

6. Er hatte psychische Probleme

In einer Pressekonferenz am Samstag gab die Polizei bekannt, dass der mutmaßliche Täter in psychische Probleme gehabt und sich in psychiatrischer Behandlung befunden hatte.

7. Er verherrlichte Amokläufer - wie Anders Breivik

Außerdem soll der 18-jährige Todesschütze den Attentäter von Winnenden verherrlicht haben, der 2009 in seiner früheren Realschule 15 Menschen und sich selbst erschossen hat.

Die Polizei bestätigte, dass sich der mutmaßliche Täter „intensiv mit dem Thema Amok beschäftigt“ habe. Bei Durchsuchungen des Zimmer des Schülers habe man entsprechende Unterlagen gefunden.

Es seie wahrscheinlich, dass das Attentat im Zusammenhang mit dem fünften Jahrestags des Breivik-Attentats stehe, sagte Polizeichef Andrä. Er soll sogar ein Foto des norwegischen Attentäters Anders Breivik bei Whatsapp als Profilbild gehabt haben, wie die "Bild" berichtet.

Mit Material der dpa.

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