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Polizei veröffentlicht erschreckende Details zum Amokschützen von München

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  • Bei einer Pressekonferenz hat die Polizei neue Informationen zum Attentat in München veröffentlicht
  • Es gebe klare Hinweise auf einen Amok-Hintergrund
  • Ermittler halten Zusammenhang zum Breivik-Attentat für wahrscheinlich
  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Die Polizei München hat neue Informationen über die Motive des 18-jährigen Deutsch-Iraner veröffentlicht, der am Freitagabend neun Menschen in einem Einkaufszentrum tötete.

Tat und Täter hätten keinen Bezug zum Thema Flüchtlinge, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag. Der Täter sei in München geboren und aufgewachsen. Er sei Schüler - aufgrund der Durchsuchung des Zimmers sei kein Bezug zum IS festzustellen.

Stattdessen habe sich der Täter mit dem "Thema Amok" beschäftigt, sagte Andrä in München. Es handle sich um einen klassischen Amoktäter ohne politische Motivation. Es sei wahrscheinlich, dass das Attentat im Zusammenhang mit dem fünften Jahrestags des Breivik-Attentats stehe, sagte Polizeichef Andrä.

(Text geht unter dem Video weiter)

Das sagt eine Nachbarin über den Deutsch-Iraner

Täter soll Facebook-Account gehackt haben

Der Täter soll laut Polizei einen Facebook-Account gehackt haben, um seine Opfer in die McDonald's-Filiale einzuladen, in der die Tat stattfand. Unter den Opfern seien auffallend viele Minderjährige mit Migrationshintergrund, darunter drei Frauen. Ein Video, das den Täter auf dem Dach des Einkaufszentrum zeigt, legt nahe, dass sich der Amoklauf gegen seine Mitschüler richtete.

Außerdem soll der 18-Jährige laut Polizei in Psychotherapie gestanden haben. Der Täter trug eine Glock-Pistole und führte über 300 Schuss im Rucksack mit, teilte die Polizei in München mit. Die Registrierungsnummer der Waffe sei ausgekratzt gewesen. Einen Waffenschein habe der Täter nicht besessen, sagte die Polizei.

Über den näheren familiären Hintergrund machte die Polizei keine Angaben. Der Täter habe einen Bruder, die Eltern seien derzeit vernehmungsunfähig.

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Laut Polizei sollen am Nacht der Tat 4310 Notrufe innerhalb von sechs Stunden eingegangen sein. So viele Notrufe erreiche die Polizei München sonst an vier Tagen. Wer gezielt Fehlinformationen in der Amoknacht gestreut haben sollte, müsse mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen rechnen, teilte die Polizei mit.

Bei dem Amoklauf in einem Münchner Einkaufszentrum kamen zehn Menschen ums Leben, darunter auch der Attentäter, der sich das Leben genommen hat. Es soll sich um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner handeln.

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