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Berlins Innensenator Henkel warnt: "Irgendwann brennen auch Menschen"

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FRANK HENKEL
Frank Henkel warnt vor einer weiteren Eskalation auf Berlins Straßen | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Berlin kommt nicht zur Ruhe, schon wieder zündeten Randalierer zum Wochenbeginn Autos an
  • Innensenator Frank Henkel warnt vor einer Eskalation der Lage
  • "Wo Sachen brennen, brennen irgendwann auch Menschen“, sagte der CDU-Politiker

In Berlin hält der Konflikt zwischen Polizei und Linksextremisten an. Anfang der Woche brannten in den Bezirken Köpenick und Prenzlauer Berg wieder Autos.

Berlins Innensenator Frank Henkel befürchtet, dass die Gewalt noch weiter eskalieren könnte: "Wo Sachen brennen, brennen irgendwann auch Menschen“, warnte der CDU-Politiker .

"Nicht abwarten, bis der erste tote Polizist zu beklagen ist"

Dies habe die Geschichte gezeigt. "Ich werde nicht abwarten, bis irgendwann der erste tote Polizist zu beklagen ist", erklärte er.

Gleichzeitig verteidigte Henkel, der zuletzt wegen des von ihm angeordneten Polizeieinsatzes vermehrt unter Druck geraten war, den Einsatz der Beamten gegen die Bewohner des besetzten Hauses in der Rigaer Straße.

In einer Sondersitzung debattierten die Berliner Abgeordneten am Donnerstag darüber, ob der umstrittene Einsatz rechtens war oder nicht.

Rückendeckung erhielt Henkel von seinem Parteikollegen Thomas Heilmann. Auch der Justizsenator der Hauptstadt befürchtet, dass sich der Konflikt noch weiter verschärfen könnte.

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Angriffe auf den Rechtsstaat sind "nicht hinnehmbar"

Die Bedrohung eines Anwalts des Hauseigentümers in der vergangenen Woche sei ein Angriff "auf unser gesamtes rechtsstaatliches System“, sagte Heilmann: "Damit haben wir eine Eskalationsstufe erreicht, die wir nicht hinnehmen wollen.“

Auch die oppositionellen Grünen verurteilten den Angriff auf den Anwalt scharf: "Wenn ein Rechtsanwalt in Furcht versetzt und angegriffen wurde, ist dies nicht hinnehmbar“, zitiert "Focus Online" den Innenexperten der Grünen-Fraktion, Benedikt Lux.

"Runder Tisch" als Problemlösung?

Zur Problemlösung soll nun ein "runder Tisch" beitragen: Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, haben sich Anwohner der Rigaer Straße nach der Sitzung am Donnerstag erstmals zusammengesetzt.

Organisiert wurde der "runde Tisch" von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann. Nach der Versammlung zeigte sich die Grünen-Politikerin vorsichtig optimistisch.

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(lp)