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Geschäft zerstört: Christin schenkt muslimischer Familie 1000 Pfund

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Muhammed Riaz hat der Überfall schwer getroffen – nicht nur seelisch, sondern auch finanziell und körperlich.

Anfang Juli verwüsteten drei Angreifer seine Fleischerei im englischen Bradford, schlugen ihm fünf Zähne aus und fügten ihm schwere Verletzungen im Gesicht, auf dem Kopf und am Körper zu.

Wenige Tage nach dem Überfall erhielt seine Familie einen Brief von einer Frau, die sich selbst nur "Jane“ nannte.

In dem Brief stand:

"An Herrn Riaz,

ich habe in der Zeitung "Telegraph & Argus“ über den Anschlag auf Ihr Geschäft gelesen und es tut mir sehr leid. Ich bin Christin und Jesus hat mir beigebracht, dass wir nicht wegsehen sollen, wenn jemand in Not ist.“

Neben diesem Brief fand die Familie in dem Kuvert einen Scheck von 1000 Pfund.

Kannes Riaz, die Frau des Betroffenen, sagte dem britischen Online-Portal "Indy100": "Wir waren überwältigt. Wir hatten Tränen in den Augen wegen der Güte dieser Frau. Sie lebt nicht einmal bei uns in der Nähe. Das zeigt, dass am Ende Ethnie und Religion nicht entscheidend sind. Sie machen nicht den Unterschied.“

Auch andere Menschen zeigten der muslimischen Familie ihr Mitgefühl und brachten Blumen, Karten oder sogar Geld zur Fleischerei.

Der Übergriff auf Muhammed Riaz’ Fleischerei ereignete sich ausgerechnet am Tag des Fastenbrechens – an einem der höchsten islamischen Feiertage.

Mittlerweile ist der 58-jährige Muslim wieder auf den Beinen – und hat sein Geschäft wieder aufgebaut.

Sein Fall ist nur einer unter vielen. Seit dem Brexit-Referendum klagen Minderheiten in Großbritannien über ein ausländerfeindliches Klima.

Der Britische Polizei-Oberrat spricht von einem Anstieg von über 57 Prozent bei xenophoben Übergriffen in den Wochen nach dem Brexit.

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(lk)