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Robin Williams: Mit diesen Rollen bleibt er unvergessen

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ROBIN WILLIAMS
Robin Williams ist vor knapp zwei Jahren gestorben - doch mit seinen Filmen bleibt er unvergessen | Fred Prouser / Reuters
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Robin Williams' Tod am 11. August 2014 schockierte die gesamte Filmwelt. Er war einer der größten Schauspieler der zurückliegenden Jahrzehnte. Heute hätte der beliebte Hollywood-Star seinen 65. Geburtstag gefeiert. Den Zuschauern bleiben seine Filme in Erinnerung. Denn Williams hatte in seinen Rollen einige Gesichter angenommen, die sich ins Gedächtnis der Filmfreunde eingebrannt haben. Vom Außerirdischen über den Englischlehrer John Keating oder Peter Pan bis zum schrägen Kindermädchen Mrs. Doubtfire. Zu seinem Ehrentag gibt es einen Rückblick auf sein filmisches Vermächtnis.

"Mork vom Ork" (1978-1982)

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Lange bevor Robin Williams Leinwanderfolge feierte, eroberte er die TV-Bildschirme - auch in Deutschland. Die Rolle als Außerirdischer Mork bescherte dem gerade 27 Jahre alten Mimen Ende der 70er Jahre ein sicheres Einkommen und einen fulminanten Einstieg in das Film- und Fernsehbusiness. In Deutschland wurde die Serie "Mork vom Ork" ab 1979 im ZDF gezeigt. Ihr verdankte Williams auch einen Golden Globe.

"Good Morning, Vietnam" (1987)

Nach einigen eher obskuren Kino-Auftritten - etwa als Popeye, der Seemann - schlüpfte Williams dann 1987 in seine erste wahrhaft unvergessliche Rolle. In "Good Morning, Vietnam" spielt er den US-Militär-Radiomoderator Adrian Cronauer. Mehr noch als der titelgebende Ausruf blieb dabei Williams Darstellungskraft in Erinnerung: Mit Melancholie und Ausdrucksstärke erweckte er die Tragik des Vietnam-Krieges zum Leben.

"Der Club der toten Dichter" (1989)

Schon zwei Jahre später folgte Williams' nächster Kultfilm. Wieder ist es ein melancholisches Werk - wenn auch in einem ganz anderen Kontext. In "Der Club der toten Dichter" spielt Robin Williams den Englischlehrer John Keating. Er bringt Ende der 1950er Jahre Poesie und Freigeist in das Leben eines britischen Internats und beeinflusst das Leben seiner Schüler nachhaltig - und muss doch feststellen, dass selbstständiges Denken mit den Konventionen der Zeit nicht zusammenpasst. Für die Rolle wurde Williams für einen Oscar nominiert.

"Hook" (1991)

Wiederum zwei Jahre später war Williams erneut als der personifizierte jugendliche Freigeist unterwegs: In Steven Spielbergs "Hook" spielt er die Rolle des Peter Pan. Im Vordergrund stehen eher die Stunts und Special Effects - aber Williams kann als erwachsen gewordener Pan dennoch überzeugen.

"Mrs. Doubtfire" (1993)

Diese schräge Komödie dürften unzählige Kinder der 90er Jahre (und ihre Eltern) nur schwer wieder aus dem Kopf bekommen: Robin Williams als transvestitische Haushälterin - die eigentlich nur ihren Kindern nahe sein will. In den 1990er Jahren war der Star häufig in Filmen für ein junges Publikum zu sehen, wie etwa in den Streifen "Toys" und "Flubber". Im Disneyfilm "Aladdin" sprach Williams außerdem den Flaschengeist Genie.

"Jumanji" (1995)

Einen weiteren Film für das jüngere Publikum lieferte Williams mit dem Fantasy-Abenteuer "Jumanji". In dem Streifen finden zwei Waisenkinder - darunter die junge Kirsten Dunst - ein altes Brettspiel wieder, das einige Gefahren birgt. Im Sommer 2017 wird ein Remake der Geschichte in die Kinos kommen. Darin soll Williams auf besondere Weise geehrt werden, wie Hauptdarsteller Dwayne Johnson verraten hat. Außerdem gehören Jack Black und Kevin Hart zum Cast.

"Good Will Hunting" (1997)

Mit "Good Will Hunting" schaffte Williams dann an der Seite Matt Damons wieder den Sprung zu einem eindringlicheren Zugang zu seinem Lieblingsthema Jugend: Als Psychologe Sean Maguire versucht er, das verkannte Mathe-Genie Will Hunting auf die rechte Bahn zu führen - ein Weg, der nur mit viel Einfühlungsvermögen gelingt. Die bewegende Begegnung zweier Männer mit ähnlichem Schicksal brachte Williams seinen einzigen Oscar ein.

"Insomnia" (2002)

Das neue Jahrtausend brachte für Robin Williams einen - vorübergehenden - Imagewechsel. Statt Menschenverstehern und Kinder-Lieblingen verkörpert er vermehrt düstere Charaktere. Zum Beispiel den Mörder Walter Finch in Christopher Nolans Drama "Insomnia". Als dieser führt er auf der Leinwand unter Alaskas Mittsommersonne einen Psychokrieg mit dem Ermittler Will Dormer alias Al Pacino.

"One Hour Photo" (2002)

Eine weitere dieser düsteren Rollen spielt Robin Williams im Psycho-Thriller "One Hour Photo" von Mark Romanek. Für seine Darstellung des Fotoentwicklers Seymour Parrish, der sich als Psychopath entpuppt, wurde der Schauspieler von den Kritikern hoch gelobt. Außerdem erhielt er den Saturn Award als bester Hauptdarsteller.

"The Crazy Ones" (2013-2014)

Eine seiner letzten Rollen brachte Williams zurück zu den Wurzeln seiner Karriere: ins Fernsehen. In der US-Serie "The Crazy Ones" spielt er Simon Roberts, der gemeinsam mit seiner Tochter Sydney (Sarah Michelle Gellar) eine erfolgreiche Werbeagentur leitet. Dabei sind sie sehr verschieden: Während Simon das macht, wonach ihm gerade der Kopf steht, muss Sydney oftmals Schadensbegrenzung betreiben. Die Serie wurde nach einer Staffel jedoch eingestellt, lief in Deutschland zunächst auf ProSieben und schließlich auf sixx.