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Nach einer schrecklichen Tragödie hat diese Mutter eine Bitte an alle Eltern

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Die US-Amerikanerin Ashley Grimm verlor ihren Sohn Titus auf eine ganz schreckliche Art und Weise: Der Vierjährige starb am 15. Juli bei einem Autounfall. In einem Facebook-Post richtet seine Mutter sich jetzt an alle Eltern, damit sie eine wichtige Sache nie vergessen.

Grimm fuhr mit ihren fünf Kindern am 2. Juni auf einer Straße im US-Bundesstaat Idaho, als ein Fels auf die Fahrbahn rollte. Weil sie sich direkt vor einer Kurve befand und die andere Fahrbahn nicht einsehen konnte, blieb Grimm in der Spur - und prallte direkt auf den Felsen.

In diesem Moment wollte Titus hinten im Auto gerade mit seinem Bruder den Platz wechseln – das machte er zum Ärger seiner Mutter häufig. Der Vierjährige wurde aus dem Fenster geschleudert und von dem Familienwagen überrollt. Titus überlebte den Unfall nicht.



"Unser Leben wurde zerstört", schreibt Grimm. "Dieser kleine Junge, der mein ganzer Stolz und meine ganze Freude gewesen ist, wurde mir innerhalb von Sekunden genommen."

In dem herzzerreißenden Text erinnert Grimm sich daran, wie sie versuchte, ihre Kinder aus dem Van zu befreien und Titus unter dem Wagen hervorzuholen.

"Ich rieb sein Bäuchlein und versuchte es mit ein paar sanften Kompressionen. Aber er war schon fort", schreibt Grimm. "Er war sofort tot und ich hoffe, dass er keine Schmerzen gespürt hat."

Die Mutter wird von den Menschen verurteilt

Grimm hatte nach dem Unfall das Bedürfnis, einen Brief an alle Eltern zu schreiben und sie zu ermutigen, "ihr Baby ganz fest zu halten" und jeden Moment mit den Kindern zu genießen:

"Geh und umarme jetzt dein Kind. Nimm den Geruch auf und ihren unschuldigen Blick. Nimm jede ihrer Berührungen wahr. Nimm die Kamera herunter und schau sie mit deinen Augen an – nicht durch die Linse des Telefons. Erinnere dich an das Gefühl, wenn sie ihren Kopf an deine Schulter legen, ihre Hände in deine legen und ihre feuchten Küsse auf deine Wange drücken."

Außerdem fordert sie Eltern dazu auf, andere nicht zu verurteilen. Nach dem Verlust ihres Sohnes wurden in den Nachrichten grausame Kommentare über den Unfall veröffentlicht, in denen Menschen Grimm als eine "schreckliche" Mutter bezeichneten, die es "verdient" habe, ihren Sohn zu verlieren.

"Ich wollte sie schütteln und hauen. Ihnen sagen, wie nah dran wir waren, ihn zu retten und wie intensiv ich versucht habe, ihn zu retten", schrieb Grimm.

Der Post erinnerte Eltern daran, die Zeit mit den Kindern zu genießen

Der Post von Grimm wurde über 400.000 Mal geteilt und die Mutter erfuhr über die sozialen Netzwerke sehr viel Unterstützung. In einem weiteren Post bedankte sie sich für die vielen netten Worte.

"Ich hätte mir nie träumen lassen, dass mein Post so viele Menschen berührt. Mein Wunsch war es, nachdem ich meinen Jungen verloren habe, andere Eltern darauf aufmerksam zu machen, jede Sekunde mit ihren Kindern zu genießen."

Der Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Samantha Meier übersetzt.

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