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Anschlagsziel Olympia: Polizei nimmt zehn Verdächtige in Brasilien fest

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OLYMPIA
Touristen posieren vor den olympischen Ringen an der Copacabana in Rio de Janeiro - eine Terrorzelle plante angeblich einen Anschlag während des Sportevents | dpa
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  • Brasilianische Polizei nimmt Terrorverdächtige fest
  • Sie sollen Anschläge während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro geplant haben
  • Unklar ist bisher, ob sie vom IS rekrutiert wurden oder unabhängig sind

Brasiliens Bundespolizei hat zehn Verdächtige festgenommen, die einen Terroranschlag auf die Olympischen Spiele geplant haben sollen. Wie das Nachrichtenportal "O Globo" am Donnerstag berichtete, arbeitete die Gruppe bereits an konkreten Plänen. Nach Angaben von Justizminister Alexandre de Moraes sind alle Festgenommenen Brasilianer, sie kamen in Untersuchungshaft.

Die Olympischen Spiele finden vom 5. bis 21. August in Rio de Janeiro statt. Die Verdächtigen sollen versucht haben, über einen Händler in Paraguay Kalaschnikow-Gewehre zu kaufen. Sie seien durch abgefangene Kommunikation über soziale Medien wie WhatsApp und Telegram auffällig geworden.

Verdächtige laut Bericht IS-Rekruten

Kurz zuvor war gekannt geworden, dass die brasilianische Polizei wegen einer möglichen IS-Zelle in Brasilien ermittelt. Der Zeitung "O Globo" zufolge sollen die Verdächtigen vom Islamischen Staat rekrutiert worden sein.

Laut Justizminister Moraes gab es bisher allerdings keine Indizien für einen konkreten Kontakt zur Terrormiliz - aber Hinweise auf islamistische Motive. So hätten einige der Verdächtigen die Attentate von Orlando und Nizza gefeiert und Exekutionsvideos des IS ausgetauscht. Kürzlich hatte erstmals eine Gruppe in Brasilien dem IS Unterstützung versichert.

Sicherheitsmaßnahmen nach Anschlag in Nizza verschärft

Wie Rita Katz, Direktorin der Organisation Intelligence Group, mitteilte, handelt es sich um die bisher unbekannte brasilianische Gruppe namens "Ansar al-Khilafah Brazil", die sich über ein soziales Netzwerk äußerte. Es sei das erste Mal, dass es so eine Erklärung von einer Gruppe aus Südamerika gebe, teilte Katz mit.

Die Intelligence Group ist auf die Beobachtung von Terrorpropaganda spezialisiert. Brasiliens Regierung hatte nach dem Lastwagen-Anschlag von Nizza die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verschärft, auch mehr Straßenblockaden sind eine Option.

Rund 85 000 Sicherheitskräfte sollen die Olympischen Spiele schützen, darunter 38 000 Soldaten. Zuletzt gab es mehrere große Anti-Terror-Übungen in Rio de Janeiro.

(jkl)

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